Familienhäuser ab Dezember 2005

Die Ideee der Familienhäuser kam von der früheren Premierministerin der Ukraine und Leitfigur bei der "Orangen Revolution" Julija Tymoschenko. Es war vorgesehen, dass junge Familien (auch mit eigenen Kindern) ähnlich dem SOS-Kinderdorf-Prinzip, Kinder aus Waisenhäusern aufnehmen und später dann auch adoptieren. Im Gegenzug sollte die Regierung den Familien geeignete Wohnungen und Zuschüsse zu den Lebenshaltungskosten gewähren. Die Familien müssen zuerst die Kinder aufnehmen, dann die Papiere beibringen, und dann erst soll es Geld vom Staat geben. Da das Sammeln aller Papiere gerade für solche Kinder sehr schwierig ist, dauert es oft Monate, bis die ersten Gelder eingehen.
Die Kinder, oft krank und traumatisiert, werden in den neuen Familien liebevoll eingegliedert und wachsen mit Geschwistern auf. "Brücke nach Kiew" unterstützt die Eltern mit Lebensmitteln, finanziert über Patenschaften.

Inzwischen hatten wir bereits vier Familienhäuser mit jeweils bis zu 10 Kindern, wobei zwei Familien dank unserer Bemühungen, und nach einem Jahr Überbrückungshilfe bereits wieder in die Obhut und Verantwortung der Stadt Kiew übergeben werden konnten. Die verbliebenen zwei "Familienhäuser" sind in das allgemeine Patenschaftsprojekt übernommen worden. Dass auch hier die Hilfe sehr geschätzt wird, zeigt u.a. eines der Dankschreiben und die Ostergrüße 2011.