Heilpädagogische Förderschule in Kiew

Foto des Schulgebäudes mit vergrößerter Schultafel
Ende Januar 2016 wandte sich die Vorsitzende der Wohltätigkeits- organisation "Special Life-School" Frau Maria Sch. an unseren Partner in Kiew um finanzielle Unterstützung.
Bei der Einrichtung handelt es sich um eine heilpädagogische Förderschule für lernunfähige Kinder. Diese Kinder werden an den öffentlichen Schulen nicht zugelassen. Es wird den Eltern angeboten, auf die Erziehung der Kinder zu verzichten und sie in ein staatliches Internat zu geben.

Daraufhin hat eine betroffene Mutter zusammen mit anderen 1993 als Erste in der Ukraine die "Schule des Lebens" als heilpädagogische Familienschule gegründet. Die Einrichtung bietet jährlich bis zu 50 Plätze und nimmt Kinder mit infantiler Zerebralparese, mit Down-Syndrom sowie mit unterschiedlicher Intelligenzminderung oder Mehrfachbehinderungen auf. Die Kinder benötigen 3-mal täglich Diätverpflegung.
Physiotherapeut bei der Arbeit auf dem Laufband
Physiotherapeut
bei der Arbeit
Beim Aufbau hat nach Auskunft der Leiterin das Sozialreferat der Stadt München beraten. Die Einrichtung beschäftigt heilpädagogische Fachkräfte, Psychologen, Sprach-
heilpädagogen sowie Lehrkräfte und spezielle Therapeuten.
Inzwischen konnten 89 Kinder in die Regelschulen übertreten, nachdem eine medizinisch-pädagogische Kommission die Lernfähigkeit dieser Kinder bestätigt hat. Ein weiteres Ziel der Einrichtung ist, dass Eltern und Kinder auch dahingehend geschult werden, dass die Eltern die Kinder zu Hause betreuen können und dann nur periodisch zur Kontrolle und Weiterbildung tageweise in die Einrichtung zurückkommen.

Die Einrichtung finanziert sich bisher aus Spenden, die jedoch nicht mehr ausreichend eingehen. Es fehlen vor allem die Mittel für die angepasste Ernährung, die gerade für diese Kinder eine der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie ist.
Nachdem der Partnerverband, der Samariterbund Kiew, selbst nicht in der Lage ist, die Mittel aufzubringen, hat er die Bitte an "Brücke nach Kiew" weitergeleitet. Der Bedarf beläuft sich auf 80 € pro Monat. Die Vorsitzende hat zur Überbrückung der augenblick-
lichen Notlage zugesagt, die Finanzierung der Lebensmittel vorerst für ein Jahr zu übernehmen.

Bei ihrem Aufenthalt Ende März d.J. wurde in ihrem Beisein die erste Lebensmittel-
lieferung
entgegengenommen.

05.09.2017: Besuch in der Selbsthilfegruppe für autistische Kinder

Schon das zweite Jahr finanziert der Verein "Brücke nach Kiew" dieser Initiative dringend erforderliche Lebensmittel für eine Autismus-Diät. Die Ernährung ist maßgeblich für eine erfolgreiche Therapie und kann schweren Schäden vorbeugen oder diese, falls schon vorhanden, abmindern. Von öffentlicher Seite gibt es, außer dem Bleiberecht im ziemlich desolaten Gebäude, keine Unterstützung. Verpflegung, Therapeuten usw. muss die Leitung der Einrichtung über Spenden finanzieren. Auch dieser Besuch hat nachhaltige Eindrücke hinterlassen und auch hier hat die Leiterin der Vorsitzenden vielmaligen Dank ausgesprochen.