Heute genau vor 10 Jahren haben sich 17 Gründungsmitglieder in einem Besprechungsraum der Hauptfeuerwache zusammengefunden, um die 1994 ins Leben gerufene Initiative "Münchner Familien helfen Kiewer Familien" als eigenständigen Verein "Brücke nach Kiew e.V." weiterzuführen. (Gründung)
Die Notwendigkeit, die Hilfsprojekte in Kiew weiterzuführen, war zwar unbestritten, dennoch war es für mich ein Wagnis, hatte ich doch von Vereinsgründung und -führung keine Ahnung. Ich weiß, dass mancher Außenstehende große Zweifel am Gelingen dieses Unternehmens hatte, insbesondere die Tatsache, neben den großen Organisationen bestehen zu können, ließ solche Zweifel zu.
Aber mit Hilfe aller Mitglieder, Paten und Spender sind wir heute ein zwar kleiner, aber stabiler Verein. Für unsere Partner in Kiew sind wir so etwas wie ein kleiner Fels in der Brandung und für viele Menschen ein zuverlässiger Hoffnungsanker in den verschiedensten Notlagen. Zur ursprünglichen Hilfe für Familien sind weitere bedeutende Projekte hinzugekommen, wie Kindertagesstätten, zwei Familienhäuser, die Unterstützung für ein Waisenhaus, die Kurzzeitpflegestation "Das besondere Kind" und die Abteilung "Verlassene Kinder" im Kinderkrankenhaus Nr. 1.
Ich möchte mich heute bei allen bedanken, ganz besonders bei meinen Starthelfern, die mir das Wesen eines Vereins erst nahegebracht und mich bei meinen ersten Schritten als Vorsitzende an die Hand genommen haben. Ich danke allen, die uns finanziell und ideell unterstützt haben, die Akzeptanz und das Vertrauen in einen neugegründeten Verein ist eine Grundvoraussetzung für das Bestehen und das Gelingen und damit für die Kontinuität unserer Hilfsprojekte.
Beim Symposium in Kiew anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Partnerschaft Bayern und Ukraine wurde der Geschäftsführerin des Samariterbundes Kiew, Frau Swetlana Lewkowska und der Vorsitzenden unseres Vereins, Frau Elisabeth Hölzl vom Patriarch Filaret von Kiew und der Rus-Ukraine der Wladimir- Verdienstorden für deren soziales Engagement in Kiew überreicht.
Wie alljährlich besuchte die Vorsitzende den Partnerverein, den Samariter-Bund Kiew, wo sie sich über die allgemeine Entwicklung in Kiew und insbesondere über die Projekte des Vereins informierte. So hat sie wieder das Waisenhaus in Lubny, die Notunterkunft für behinderte Kinder, die Station "Verlassene Kinder" sowie einige versorgungsbedürftige alte Menschen besucht und konnte dabei auch gleich die neuen Büroräume des Partnervereins kennenlernen.
Beim Besuch des Waisenhauses in Lubny begleitete sie auch Herr Schmitt-Thiel, der sich für dieses Projekt besonders engagiert und dieses Mal als Geschenk Schuhe für alle Kinder finanzierte.
Für dieses außerordentliche Engagement um das Waisenhaus überreichte der Bürgermeister von Lubny O. Gritsajenko, der sich auch persönlich für diese Einrichtung einsetzt, Herrn Schmitt-Thiel und der Vorsitzenden Dankurkunden.
Ein ausführlicherer Bericht zu dieser Reise findet sich im
Newsletter 3/2011 und einen Eindruck vermitteln die
Fotos.