2010 zählte Kiewer Samariterbund 5000 Mitglieder, 5 Kollektivmitglieder, 5 Initiativgruppen, 16 hauptamtlichen Mitarbeiter und 20 Freiwillige.
Der Samariter-Bund Kiew ist weiterhin in den verschiedensten Sektoren tätig: Kranken- und Behindertentransport, Mobile Pflege, Kinder-und Jugendhilfe, humanitäre Hilfe, Erste-Hilfe-Ausbildung.

Ergebnisse der Erfüllung des Wohlfahrtsprogramms - 2010

Im Jahr 2010 leisteten die Mitarbeiter des sozialen Zentrums "Kiewer Samariter", trotz der fehlenden Fianzierung aus dem städtischen Sozialprogramm "Turbota" (Fürsorge), soziale Hilfe an die ungeschützten und pflegebedürftigen Bevölkerungsschichten Kiews weiter.


1.) Kranken- und Behindertenfahrdienst: /besteht seit 1999/

Der Fahrdienst bietet Dienstleistungen an vornehmlich bettlägerige Invaliden, Krebskranke und Schwerstbehinderte. Die Patienten werden mit unseren eigenen speziell ausgestatteten Wagen aus und in Krankenhäuser und Spitale und andere medizinische und soziale Einrichtungen transportiert.
Der Service schließt Beförderung der Patienten auf Krankentragen vorwiegend in Wohnhäusern ohne Aufzug ein. Dieses Hilfsangebot findet dank hoher Betreuungsqualität sowie Ein-fühlungsvermögen der Mitarbeiter eine breite Anerkennung.

2010 haben 1800 Personen diese Dienstleistung in Anspruch genommen.
Gesamtwert: 43.200 €

2.) Mobiler Pflegedienst:

Von 2001 bis 2009 erbrachten 10 mobile Pflegeteams täglich medizinisch-soziale Dienst-leistungen an pflegebedürftige, schwerstkranke, bettlägerige und ältere Menschen sowie Behinderte unterschiedlichen Alters.
Wegen der fehlenden Fianzierung fahren 9 Teams seit Januar 2010 nicht mehr , und seit September 2010 in Erwartung der versprochenen Finanzierung der Stadt Kiew wurden lediglich 30 schwerstkranke Personen durch 1 Pflegeteam ständig erneut betreut.

Für 4 Monate 2010 wurden 7.390 verschiedene pflegerische und hauswirtschaftliche Dienstleistungen für arbeitsunfähige Behinderte, insbesondere Kriegsinvaliden sowie allein lebende ältere Bürger in ihrem häuslichen Umfeld kostenlos erbracht, imBedarfsfall wurden die Begünstigten mit Arzneimitteln, medizinischem Hilfsmaterial, Behindertenhilfsmitteln sowie Lebensmitteln versorgt.

Gesamtwert : 12.564, 70 €


3.) Im Rahmen des internationalen Patenschaftsprojekts "Familie hilft Familie", das vom ASB Kiew gemeinsam mit den Partnern aus München und Würzburg seit 1994 realisiert wird, werden jährlich mehr als 300 bedürftige Kiewer Familien auf Dauerbasis gefördert. Diese Familien bekommen monatlich Lebensmittelpakete in Wert von 7,00 bis 70,00 € je nach der Anzahl der Familienangehörigen, sowie Medikamente, Hilfsmittel, Bekleidung, Schuhe, Bettzeug usw.

Für die 12 Monate 2010 wurden auf Kosten der finanziellen humanitären Hilfe und Spenden ca. 30 Tonnen Lebensmittel angeschafft, 3480 Lebensmittelpakete mit Hygieneartikel der einheimischen Produktion, sowie Medikamente verteilt.

Gesamtwert: 25.781, 37 €

4.) Im September 2010 hat die soziale Notunterkunft für behinderte Kinder "Das besondere Kind" ihre Arbeit aufgenommen. / Deutsche Investitionen betragen ca. 50 000 Euro.


Es wurden 950 Pflegedienstleistungen erbracht in Wert von 3.356,70 €
Angekaufte Verpflegung und Hygieneartikel 387, 83 €
Zusätzliche Ausstattung der Notunterkunft 2.030,29 €
Gesamtwert: 5.774,82 €

5.) Seit September 2010 läuft ein neues humanitäres Projekt "Verlassene Kinder", die im Kiewer Kinderkrankenhaus Nr.1 untergebracht sind./ Initiative Frau Elisabeth Hölzl/

Angekauft Kindernahrungsmittel und Hygieneartikel in Wert von 420,44 €

6.) Programm zur Verhinderung und Bekämpfung von Kinder- Obdachlosigkeit /gemeinsam mit dem Samariter-Bund Poltawa, dem Verein "Brücke nach Kiew"Frau Elisabeth Hölzl, dem Verein "Ukraine-Hilfe Puchheim, Frau Ingrid Hölzel/
Seit Anfang 2007 kümmert sich der ASB Kiew um Bewohner des Kinderheims sowie Kinder von der Kindertagesstätte aus Krisenfamilien (insgesamt 34 Kinder) in Lubny.
Alle Kinder sind mit Kinderkleidung, Bettwäsche, Schuhen, Pflegemitteln versorgt. Jedes Kind bekommt allmonatlich ein Lebensmittelpaket.

2010 wurden im Ramen der Unterstützung des Samariterbundes Poltawa folgende Massnahmen getroffen:

Renovierung und Ausstattung der Küche im Kinderheim "Hoffnung" 3.540,78 €


Lebensmittel für Waisenhaus 3.923,84 €


Aktion "Sommerferien " für 75 Kinder aus sozialschwachen Familien 5.630,00 €


100 Neujahrsgeschenke für Kinder 307,60 €
Gesamtwert: 13.402,22 €

7.) Materielle Förderung der komunalen medizinischen und sozialen Einrichtungen in Kiew sowie hilfsbedürftigen Bürger (das Förderungsprogramm besteht seit 1994)

Im Jahr 2010 wurden 4.725 kg humanitäre Hilfsgüterartikel an staatliche und medizinische Einrichtungen von Kiew sowie an 850 Bürger überreicht


Zollwert: 3.681,89 €
Im Jahr 2010 wurden durch den Kiewer Samariterbund 6 Wohltätigkeitsaktionen für Kriegsveteranen sowie Neujahrsaktionen für Kinder organisiert.
735 kranke und behinderte Kinder und 100 Kriegsveteranen haben Geschenke bekommen.
Gesamtwert: 2.711,82 €

Gesamtwert des Wohlfahrtsprogramms des ASB Kiew 2010 104.825,45 €

davon:

Gesamtwert der erbrachten medizinisch-sozialen Dienstleistungen 59.121,40 €
Gesamtwert von humanitären und sozialen Programmen 45.704,00 €


Fiananzielle Unterstützung seitens der Kiewer Stadtverwaltung, die erst im November-Dezember bereitgestellt wurde,
beträgt :
37.519,83 €
  • davon für:
  • Miete und Nebenkosten 9.341,40 €
  • Lohnverschuldung der Kiewer Stadtverwaltung für 2009 9.087,78 €
  • Gesamtsumme der Mitliedsbeiträge und Spenden der ukrainischen Bürger
    im Jahr 2010 beträgt: 37.000,00 €


    2010 hat der ASB Deutschland gemeinsam mit dem ASB Landesverband Bayern , dem ICP München, ASB-Herne-Gelsenkirchen dem ASB Kiew eine große strategische Unter- stützung im Rahmen der Auslandshilfe erwiesen: direkte finanzielle Unterstützung des ASB Kiew, sowie der Notunterkunft "Das besondere Kind".

    Ohne freundlichen Unterstützung durch die Partnervereine aus Bayern "Brücke nach Kiew e.V.", "Ukrainischer Pfadfinderbund e.V. München" und "Ukraine Hilfe " Puchheim, die über viele Jahre den Kiewer SamariterInnen treu bleiben, hat der Samariter-Bund Kiew seine vielfältigen Aktivitäten im Rahmen des Wohlfahrtsprogramms kaum vollbringen können.


    gez.
    S. Lewkowska
    Geschäftsführerin