Anfang des Monats wandte sich eine junge Mutter an den SB Kiew um Hilfe. Bei der Überprüfung vor Ort war selbst die Geschäftsführerin zutiefst erschüttert.
Die junge Mutter ist in einem kommunalen Heim untergebracht. Für den kleinen 4 Monate alten Jungen kochte sie gerade Kartoffelschalen aus, damit sie ihm etwas zu essen geben konnte.
Auf diesen Hilferuf aus Kiew fand sich sofort ein Pate, der die Finanzierung der Babynahrung übernommen hat. Die Projektleitung bemüht sich derzeit um städtische bzw. staatliche Hilfe für diese junge Mutter.
Am 28.12.2010 führt der Samariter Bund Kiew, finanziert mit Spendenmitteln unseres Vereins, auch eine kleine Bescherung der schwerkranken Kinder in der Onkologie durch. Jedes Paket hat einen Wert von 26 € und enthält in Absprache mit den behandelnden Ärzten vorwiegend vitaminreiches und hämoglobinbildendes Obst, sowie eine Dose Kekse und ein kleines Kuscheltier. Diese Aktion ist auch eine große Freude für die Eltern dieser Kinder, die bereits alles verkauft haben um ihren Kinder eine Behandlung im Krankenhaus zu ermöglichen.
Am 23.12.2010 besuchen die Mitarbeiter des SB Kiew 300 kranke Kinder im Krankenhaus Nr.1 und bringen mit den bescheidenen Päckchen eine kleine Freude, und die Augen der Kinder zum Leuchten. Wegen der Grippe-Quarantäne können die Kinder die Stationen allerdings nicht verlassen. Viele Kinder können nicht fotografiert werden.
Wie jedes Jahr, haben wir auch Weihnachten 2009 kleine Weihnachtsgeschenke gekauft, und sie am 29.12. im Krankenhaus Nr.1 an 240 kranke Kinder verteilt. Für die kleinen Patienten war es eine große Freude und hat viele Augen zum Leuchten gebracht.
Die Zahl der an Grippe Erkrankten in der Ukraine war sprunghaft gestiegen und es gab bereits ernste Engpässe bei der Versorgung mit den notwendigen Medikamenten. Laut WHO, die ein Expertenteam in die Ukraine entsandt hat, wurden mehr als 2.300 vermutlich an Schweinegrippe Erkrankte in Kliniken behandelt und es gab bereits zahlreiche Todesfälle. Alle Schulen im Land sind geschlossen und neun Provinzen (ein Drittel des Staatsgebiets) unter Quarantäne gestellt worden.
Ein Hilfeersuchen des Kiewer Partnervereins hat auch uns veranlasst zu helfen. Großzügig hat ein Münchenr Verleger sofort 5000 € gespendet.
Damit konnten sofort Medikamente und weitere Hilfsmittel, wie z.B. Desinfektionsmittel, Einmalkleidung usw. gekauft werden. Weil dies die einzige und sehr schnelle Hilfe aus Deutschland war, hat sich die Krankenhausleitung direkt bei der Vereinsvorsitzenden
bedankt.
Herr Sacharow, geb.1948, ist ein anerkannter Tschernobylinvalide. Er ist alleinstehend wohnt mit seiner alten Mutter zusammen.
Er war als Feuerwehrmann bei der Bekämpfung des Brandes im Tschernobylreaktor eingesetzt. Er hat Krebs und konnte die letzte Chemo nicht mehr bezahlen. Wir haben aus Einzelspenden 24 Ampullen REALDERON im Wert von 580 € gekauft.
Seine 85-jährige Mutter und er haben sich in einem Schreiben an die Vorsitzende für die lebensrettende Hilfe
bedankt.
Alte Menschen geraten sehr schnell in Vergessenheit.
So hat der Samariterbund auch einmal ein Frauenhaus ausgewählt, in dem alte Frauen, größtenteils ohne Besuch von Angehörigen leben.
Einige davon sind krank und auch bettlägrig. Für sie war der Besuch ein Lichtblick. Sie haben gesehen, dass sie nicht von allen Menschen vergessen sind.