Kinderheim und Waisenhaus in Lubny

Leitung des Waisenhauses Lubny

Wjatscheslaw Below Das Ehepaar Wjatscheslaw und Lydia Below hat gemeinsam das Waisenhaus in Lubny aufgebaut und leitet es seitdem . lydia Below

Das Waisenhaus "Hoffnung" (Nadija = Hoffnung)

Ansicht von schräg oben mit Emblem der Einrichtung
Das Waisenhaus ist eine, unter dem Dach des Samariter-Bundes Poltawa angesiedelte Einrichtung.
Herr Wjatscheslaw Below und seine Frau Lydia werden von ehrenamtlichen Kräften bei der Betreuung der Kinder unterstützt. Im Sept. 2007 konnte "Brücke nach Kiew" mit einer großzügigen Spende eines Münchner Verlegers die Renovierung des Hauses, die Einrichtung einer Quarantänestation und die Beschaffung von Möbeln und der wichtigsten Geräten finanzieren.

Aufgenommen werden obdach- oder elternlose Kinder, aber auch Kinder aus sozialschwachen Familien und Einrichtungen, in denen die Kinder unter unhaltbaren Zuständen leben und deshalb weglaufen. Brücke nach Kiew trägt zur Finanzierung der Mahlzeiten für die Kinder bei. Aus Sonderspenden werden immer wieder notwendige Renovierungen und Geräte finanziert. (Fotos 2010)

Außer der Versorgung der stationären- und Tageskinder, wird für notleidende Familien, deren Kinder aus Kapazitätsgründen nicht ins Heim aufgenommen werden können, "Essen auf Rädern" organisiert.

Ziele der Waisenhausleitung sind:

  • Versorgung und Betreuung der Kinder durch ehrenamtliche und ausgebildete Kräfte

  • Eingliederung in Schulen, Nachhilfeunterricht durch ehrenamtliche Lehrer aus verschiedenen Schulen der Umgebung und Integrationsprogramm

  • Forschung nach Herkunft der Kinder und der damit zusammenhängenden Papiere

  • Wenn möglich, Rückführung der Kinder in ihre Familien nach eingehenden Gesprächen mit Eltern und Kindern durch geschulte Kräfte. (Eine Reihe von Kindern konnten bereits wieder in die Familien rückgeführt werden)

  • Möglichkeiten von Adoptionen und Unterstützung bei der Abwicklung für Waisenkinder suchen.

03.09.2017: Besuch im Waisenhaus "Hoffnung" in Lubny

Der traditionelle Empfang
Herr Schmitt-Thiel, der sich seit Jahren mit großem Engagement für das Waisenhaus einsetzt, ist auch dieses Mal wieder angereist, um seine Schützlinge zu besuchen. Neben der schon traditionellen Finanzierung von neuen Winterschuhen für die Kinder, hat er dieses Mal auch noch ein Sortiment an Medikamenten mitgebracht. Nachdem dort dank seiner Vermittlung einer Förderung durch die Itzel-Stiftung dieses Jahr ein Therapieprogramm für traumatisierte Kinder gestartet werden konnte, kam diesem Thema neben der nun schon 10 Jahre andauernden Unterstützung, die mit Patenschaften für einzelne Kinder von "Brücke nach Kiew" 2007 begann, eine besondere Bedeutung zu. Bei einem "Runden Tisch" berichteten Psychologinnen und Betreuerinnen, sowie medizinisches Personal und die Heimleitung über ihre Arbeit mit diesen bedauernswerten Kindern und die bereits erzielten Erfolge.

Eine Freude war die Besichtigung des nun fertig eingerichteten und von größeren Kindern bewohnten neuen Hauses auf dem Gelände. Die von der Itzel-Stiftung finanzierte Einrichtung ist schön und sinnvoll und entspricht, insbesondere dank einer eigenen Küche, den Bedürfnissen der Heranwachsenden. Zwar unter Aufsicht, aber trotzdem weitgehend selbständig können sie sich auf das Leben nach dem Heim vorbereiten.

Bei einer Einladung des Bürgermeisters der Stadt Lubny ins Rathaus dankte dieser den Gästen für die langjährige Hilfe und unterstrich die gute und äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit der Münchner mit der Leitung des Waisenhauses. Der Besuch wurde auch in der örtlichen Presse mit einem umfangreichen Artikel gewürdigt, insbesondere weil erstmals die Problematik traumatisierter Kinder offen diskutiert und ins Bewusstsein gerufen wurde.(Fotos zum Besuch)

16. Juni 2017: Projekt "Trauma-Hilfe Lubny"

Im Waisenhaus "Hoffnung" in Lubny leben auch Kinder, die durch körperliche und sexuelle Gewalt schwer traumatisiert sind und besonderer Betreuung bedürfen. Für deren Förderung waren weder Mittel für Psychologen oder Betreuer, noch für Materialien, die für diese spezielle Aufgabe nötig sind, verfügbar. Durch die großartige Unterstützung der Itzel-Stiftung, die wieder einmal unser Mitglied des Verwaltungs- ausschusses Gerhard Schmitt-Thiel auf den Weg gebracht hat, konnte eine schon lange auf kleinstem Niveau praktizierte Arbeit nun als ein eigenes Projekt begonnen werden: die "Trauma-Hilfe Lubny".

Vorrangig bestand diese Arbeit in der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten und in dem unermüdlichen Bestreben, ihnen in dieser Einrichtung ein Zuhause zu geben, in dem sie Schutz und Vertrauen finden. Durch die o.g. Stiftung konnten jetzt zusätzliche Therapeuten eingestellt und die Betreuung erweitert und professionalisiert werden.
Mit der Einstellung einer Psychologin und der Ausstattung mit psychologisch entwickelten Lehrmaterialien und Spielen, medizinischen und therapeutischen Hilfsmitteln, wie Anti-Stress-Malbücher usw., werden bei den Kindern unter zusätzlicher Begleitung von Fachkräften nun gezielt deren Fähigkeiten, insbesondere ihre Sozialkompetenz gefördert.
Das Ziel ist, die Kinder dort, wo es möglich und vertretbar ist, wieder in ihre Familien zurückzuführen und einzugliedern.
Der Start in ein umfangreicheres Programm ist geglückt, jetzt besteht die schwierige Arbeit, das Projekt mit der gleichen Intensität fortzuführen, mit der es begonnen hatte. (Fotos Juni 2017)