Aktuelles zu verschiedenen Themen


08.10.2020: Aktuelle Situation auf der Station "Verlassene Kinder"

Die Station, die wir seit 2011 mit Kindernahrung und Windeln unterstützen, ist zwar noch immer voll belegt, allerdings nicht mehr ausschließlich mit ausgesetzten Kindern. Es werden jetzt vermehrt Kinder aus dem Waisenhaus Vorzel aufgenommen, die wegen dringender ärztlicher Behandlung ins Krankenhaus müssen und für die auf den Stationen aktuell kein Platz ist. Die Zusammenarbeit zwischen dem Krankenhaus und dem Waisenhaus ist eng und funktioniert sehr gut.
Allerdings gibt es auch immer wieder Babys, die auf den Geburtsstationen zurückgelassen werden, weil ihre Mütter sich nicht in der Lage sehen, sie zu ernähren und zu versorgen. Insbesondere sind es frühgeborene Babys, die auf der Neonatologie-Abteilung versorgt werden. Für die Mütter ist es oft mit großer Angst verbunden, diese Babys mit nachhause zu nehmen, sie haben Angst vor der Verantwortung und sind auch in Sorge, nicht die richtige Nahrung und Betreuung finanzieren zu können. Arzt- und Hebammenbesuche sind nicht bezahlbar, so lassen sie die Kinder, sicher oft schweren Herzens und in der sicheren Annahme, dass es ihnen dort besser geht, im Krankenhaus zurück.
Ich habe vom Leiter der Kinderklinik über den Samariter-Bund Kiew ein Bittgesuch erhalten, in dem er um Hilfe bei der Finanzierung von Pampers für Frühgeborene bittet. Diese sind, weil sie nicht unter die normalen Hygienemittel fallen, schwer zu bekommen und daher auch dementsprechend teuer. Als Akuthilfe werden 920 Windeln benötigt, die wir aus Patenschaften finanzieren können.

24.September 2020: Arbeit des Pflegedienstes bei Palliativkindern in Kiew

Die Arbeit des Pflegedienstes hat sich durch die Covid-19-Pandemie auch in Kiew erschwert. Die Restriktionen treffen vor allem die Allein-Erziehenden und Behinderten drastisch. Um die Umstände festzuhalten hat ein Kameramann ein Pflegeteam begleitet und die Arbeit bei der Pflege eines Jugendlichen dokumentiert. Der Junge Daniil hat die 11. Klasse noch besucht, hat aber bereits nach den Winterferien 2019 an Kopfschmerzen, Übelkeit und Ohnmachtsanfällen gelitten.
Er lebte von Geburt an bei seiner Großmutter, die ihn alleine großzog. Durch die Erkrankung und ihr eigenes hohe Alter ist sie nicht mehr in der Lage, den Pflegeaufwand zu leisten und wird durch unseren Partner gepflegt und auch mit Medikamenten versorgt.

Wie schwierig und aufwändig die Pflege dieses Jungen ist, dokumentiert dieser Film "Arbeit des Pflegedienstes bei Palliativkindern in Kiew". Dabei ist zu berücksichtigen, dass unser Partner derzeit an die 80 solcher Kinder betreut. Der Einsatz dieser Pfleger ist zwingend erforderlich, aber ebenso ist ihr unermüdliches Engagement bewundernswert.

Juli 2020: Das Waisenhaus Lubny (Poltawa) - ein Rückblick

Nach 13 Jahren Hilfe und Einsatz für diese großartige Einrichtung finden wir es an der Zeit, wieder einmal daran zu erinnern, wie trotz aller Schwierigkeiten mit großem Einsatz und Engagement ein Heim für Kinder entstanden ist, das herausragendes leistet und für Kinder mit traumatischen Lebensgeschichten ein neues Zuhause bedeutet. Das Heim wird seit der Zusammenarbeit mit "Brücke nach Kiew" von Lidija und Wjatscheslaw Below geleitet. Ein Bericht (Stand 2012) aus Lubny:



Wer ist Lidija?

26 Jahre lang war Lidija als Erzieherin und Psychologin bei einem Kindergarten in der Stadt Chorol tätig. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bot ihr ein Pfarrer an, ein Kinderheim für Waisenkinder und Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen zu organisieren, weil es zu der Zeit sehr viele solcher Kinder gab. Sie willigte ein und zog nach Lubny um.
Das Gebäude wurde 1936 gebaut - dort war ein Kindergarten, der bereits seit 3 Jahren geschlossen war. Die Gläubigen und Enthusiasten begannen mit einer Renovierung im Gebäude...

Zu der Zeit hatten Lidija und Wjatscheslaw weder Finanzmittel noch eigene Autos noch andere notwendige Sachen. Ihnen schlossen sich einige Freiwillige an. Eines Tages hat ein Geschäftsmann Lidija und Wjatscheslaw einen Sack Hirse geschenkt. Das war ein großes Geschenk, weil in dem Moment sie überhaupt keine Lebensmittel hatten. Lydia, Wjatscheslaw und Partner haben damals ein feierliches Mittagessen zubereitet: eine Hirsesuppe, eine Hirsegrütze und Hirsepfannkuchen.

Als der Chef der lokalen Eisenbahnpolizei über diese Initiative erfahren hat, wandte er sich an uns mit der Bitte, die Kinder aufzunehmen, die aus ihren Familien wegen einer unerträglichen Familiensituation oder vor Hunger flüchteten und oft in Zügen aufgefunden wurden. Die Kinder wurden in einem Gebäudeflügel, der zu dem Moment gebaut wurde, untergebracht.

Die Lebensmittel brachte man teils von zu Hause, teils bat man Lebensmittelläden und die Brotfabrik mit Lebensmittel zu helfen.

Wer ist Wjatscheslaw Below?

27 Jahre lang war er Armeeangehöriger, er war Panzergrenadier. Danach war er Geschäftsmann.
Er war Chef des Departements bei einem ukrainischen Sozialprogramm in Kiew. Die Führung äußerte sich zufrieden über ihn. Aber die Arbeit war zu langweilig und mit viel Papierkram verbunden, und er wollte reale Ergebnisse seiner Arbeit sehen.

Wie hat er von den Kiewer Samariter erfahren?

Die Mutter von Wjatscheslaw war krank, und ukrainische Ärzte gaben eine unerfreuliche Prognose. Eine Bekannte von ihm hat gesagt, es gäbe eine Organisation, die seiner Mutter unentgeltlich helfen könnte. Ohne viel Hoffnung auf eine Hilfe zu bekommen, rief er trotzdem beim Kiewer Samariterbund an. Er war beeindruckt von einem hohen professionellen Niveau der Mitarbeiter, von der technischen Ausrüstung der Organisation und vor allem von der Bereitschaft, allen Hilfsbedürftigen unentgeltlich zu helfen. Es war kaum zu glauben, aber seiner Mutter ging es mit der Zeit besser. Er wurde Mitglied dieser Organisation.

Einige Jahre vor seiner Bekanntmachung mit dem Samariterbund arbeitete Wjatscheslaw in Charkiw. Eines Tages war er mit seinem Auto dienstlich unterwegs. Da hielt ihn eine Frau an und bat ihn bis zur Stadt Lubny zu bringen. Er nahm sie mit, bereute er aber, weil es laut einer "Seemannsregel" für ihn als Berufsfahrer galt, keine Frauen an Bord zu nehmen. Da die Autobahn rund um Lubny führte, musste er einen Umweg machen. Die Frau erzählte ihm, sie sei Chefin eines nichtstaatlichen Kinderheimes, das aufgebaut werde. Wjatscheslaw war von dem Mut dieser Frau beeindruckt, die ohne jegliche Finanzierung, ohne ein Team oder Partner ihren Traum erfüllen konnte. Dieser Traum ist auch seiner geworden. Sie heirateten im November 2006, und im Juni 2007 wurde der Samariterverband von Poltawa registriert, der dem Vorbild der Kiewer Samariter folgte. Wjatscheslaw ist dann nach Lubny umgezogen.

Die ersten Kinder - Geschichte von Polina und ihres Bruders

Im März 2007 wurden 2 Kinder, Polina und Iwan bzw. 3 und 7 Jahre alt, vom Jugendamt aus einer benachbarten Region gebracht. Sie wurden in einem Schweinestall, wo ihre Eltern arbeiteten, krank aufgefunden. Die Eltern hatten weder einen ständigen Wohnsitz noch einen Pass. Die Kinder wurden zunächst ins Krankenhaus gebracht, und nach einem Therapiekurs kamen sie in unser Kinderheim. Es sind schon 5 Jahre her, die Eltern werden immer noch gesucht- mal tauchen sie auf, mal verschwinden sie wieder. Hoffentlich werden bald alle notwendigen Papiere ausgefertigt und die Kinder adoptiert werden.

So fanden wir "Brücke nach Kiew e.V."

Beim Kiewer Samariterverband haben wir gesehen, dass die ganzen Familien Lebensmittelpakete bekommen. Frau Swetlana Lewkowska erzählte uns über das Projekt "Familie hilft Familie" und vom "Brücke nach Kiew", und Im Herbst haben wir Frau Elisabeth Hölzl kennengelernt. Kurz danach haben wir erste Lebensmittelpakete bekommen, die wir unter den Familien aus abgelegenen Orten des Poltawa Gebietes verteilt haben. Eines der Lebensmittelpakete war für einen Jungen bestimmt, der mit seiner Familie in einem Einzelgehöft 6 km weit von einem Dorf lebt. Als wir zu ihnen kamen und sagten, wir hätten ein Lebensmittelpaket von deutschen Freunden, waren sie zunächst etwas misstrauisch und sagten, sie hätten keine Freunde in Deutschland. Wir haben ihnen über das Projekt "Brücke nach Kiew" erzählt. Als sie in dieses Paket reingeschaut haben, waren sie für einen Augenblick sprachlos vor Freude. Wie es sich herausstellte, gab es bei ihnen nichts außer Kartoffeln zu essen, nicht einmal Brot.
Damals haben wir uns überzeugt, dass es immer sehr viele Gründe gibt, sich glücklich zu fühlen, und das größte Glück ist es- etwas Gutes für Hilfsbedürftige zu tun!

Es fehlte anfangs vieles für ein normales Funktionieren des Kinderheimes. Das größte Problem war, dass es keinen Quarantäneraum gab. Der Tag der offiziellen Einweihung wurde immer wieder verschoben, und wir hatten nicht genug Mittel für die Renovierung der Räumlichkeiten und die Reparatur der Ausstattung.
Wir wandten uns mit diesem Problem an Swetlana Lewkowska und einige Tage später teilte sie uns mit, diese Frage werde durch die Wohltätigkeitsorganisation aus München "Brücke nach Kiew" erörtert. Für die bereitgestellten Kosten wurde ein Quarantäneraum gebaut und mit guten Möbeln, einer Duschkabine und WC ausgestattet. Die Führung des regionalen Sanitärdienstes organisierte zahlreiche Besuche zu uns und stellte den Isolierraum als Vorbild hin. Bis jetzt hängt dort an der Wand ein Diplom der Organisation "Brücke nach Kiew".
Später wurde auch ein Lernzimmer, eine Mensa, ein Behandlungsraum mit Möbel ausgestattet, die Finanzierung erfolgte auch von Spendern von "Brücke nach Kiew". Außerdem haben wir Computer und viel anderes geschenkt bekommen.

Durch das Programm "Partnerschaft für die Rettung der Kinder" werden 21 Personen, die zu Hause wohnen, betreut. An 67 Kinder wird humanitäre Betreuung geleistet. Insgesamt sind es 106 Kinder.

Was geschieht mit Kindern, nachdem sie das Jugendalter erreichen?

Wir helfen ihnen bei der Vorbereitung auf Aufnahmeprüfungen bei Fach- oder Hochschulen und stehen ihnen auch danach beratend zur Seite.
Wir bemühen uns auch, Adoptiveltern zu finden und die Kinder in neuen Familien unterzubringen. In letzter Zeit konnten 5 Kinder von guten Eltern adoptiert werden.

Was ist das Programm "Lebensmittel"?

Das Programm "Essen auf Rädern", "Familie hilft Familie " ist sehr effektiv und einmalig nicht nur für den Samariterverband Poltawa, sondern für andere Organisationen, aus mehreren Gründen:
- Oft ist es üblich, dass Lebensmittelpakete unter den hilfsbedürftigen Menschen durch politische Parteien im Rahmen ihrer Wahlkampagnen verteilt werden. Dadurch wollen sie auf ihre Partei aufmerksam machen. Diese Aktionen dauern in der Regel nicht länger als 2 Monate und werden gleich nach den Wahlen eingestellt. Die Organisation "Brücke nach Kiew" versorgt monatlich notleidende Familien und Kinder aus schwierigen Verhältnissen schon seit 5 Jahren mit Lebensmittelpaketen. Dabei werden keine politischen Ziele verfolgt, es geht nur um eins: Kindern und Familien zu helfen.
- Neben den Lebensmitteln wird außerdem an die Familien und Kinder humanitäre Hilfe geleistet- sie werden mit Kleidung, Medikamenten versorgt, für die Kinder wird Erholung im Rehabilitationslager "Kompass" organisiert;
- Für die Eltern der Kinder, die Lebensmittelpakete bekommen, werden Seminare, Trainings, Treffen und andere Veranstaltungen im Rahmen der Elternschule "Meine Familie" organisiert. Aus dem Programm "Lebensmittelpakete" (Essen auf Rädern) ist ein ganzer Komplex der öffentlichen - und Wohltätigkeitshilfe an die Kinder und Familien gewachsen.

Ein Beispiel: in den ersten Jahren der Programmumsetzung gab es bei uns ein Mädchen- Jassja Tschornij. Sie kommt aus einer kinderreichen Familie, die keine Einkünfte und keinen ständigen Wohnsitz hatte und die Eltern konnten ihre Kinder weder ernähren noch eine Ausbildung geben. Wegen ständiger Familienkonflikte kam es bei dem Mädchen zu einer schwerwiegenden Nervenkrankheit. Unsere Organisation und "Brcke nach Kiew" haben das Mädchen und ihre Familie unter Obhut genommen. Sie wurden mit Lebensmitteln, Kleidung, Medikamenten versorgt, außerdem hat man ihnen psychologische Hilfe geleistet. Zurzeit hat sich die Familiensituation normalisiert - die Freiwilligen halfen bei der Kinderbetreuung und im Haushalt. Die Eltern wurden durch Psychologen beraten und betreut. Jassja hat mehrere Therapiekurse gemacht, danach blieb sie mit ihren Geschwistern für eine längere Zeit im Kinderzentrum "Hoffnung". Heutzutage geht es dem Mädchen viel besser. Sie studiert an einer Kochfachschule und macht ihr Praktikum beim Zentrum "Hoffnung" und kocht für die Kinder im Waisenhaus.

Auf welche Weise und wie viel Kinder werden durch das Programm unterstützt?

Zurzeit werden 20 Kinder, die im Kinderheim wohnen, mit Lebensmittelpaketen versorgt. Ein Lebensmittelpaket bezahlt die Familie des Bürgermeisters. Benötigt werden 67 Lebensmittelpakete monatlich, und es gelingt nicht immer, diesen Bedarf zu decken. Zum Glück sind Unternehmer vor Ort, die uns entgegenkommen und haben eine flexible Preispolitik vorgeschlagen.

Gehen die Kinder zur Schule und wer hilft ihnen mit Hausaufgaben?

Die Kinder gehen zur Schule, die 4 km vom Kinderheim entfernt ist. Bei schlechtem Wetter werden die Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht. Mit den Kindern arbeiten Erzieher, und diejenigen, die sich auf Aufnahmeprüfungen vorbereiten, bekommen Nachhilfeunterricht. Mit den Kindern mit Sprachstörungen arbeiten Sprachheilpädagogen. Mit Hausaufgaben helfen unter anderem unsere Freiwilligen.

09.06.2020: Dank der zivilgesell. Organisation "SOTY"

Die unmittelbare Hilfe bei der COVID-19-Pandemie, die unsere Partnerorganisation "Samariter-Bund Kiew" mit unserer Finanzhilfe leisten kann, wird nicht nur von den alten Menschen und Kindern, die sie direkt erhalten, dankbar angenommen, sondern auch von der Stadtverwaltung und einer bedeutenden caritativen Einrichtung in Kiew wahrgenommen. Ihre Dankschreiben (Facebook-Eintrag Klitschko und Dank der Organisation "SOTY") bringen ihre hohe Anerkennung zum Ausdruck.
(Siehe auch Fortsetzung der Hilfe bei COVID-19)

19.05.2020: Fortsetzung der Hilfe bei der COVID-19-Pandemie in Kiew

Anschließend zur ersten Aktion im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie haben wir noch einmal eine weitere Hilfsaktion gestartet. Im April hatten wir die Mittel für 3.000 Lebensmittelpakete überwiesen, mit denen ausschließlich Lebensmittel für alte, alleinstehende Menschen gekauft und inzwischen verteilt wurden.
Nachdem sich die Situation auch bei den Familien weiter dramatisch zugespitzt hat, haben wir eine zweite Aktion gestartet und noch einmal 10.000 € überwiesen. Dafür konnten vom Samariter-Bund noch einmal Lebensmittel für 1.000 Pakete gekauft werden. Diesmal aber für Familien, deren Ernährer wegen der Corona-Krise die Arbeit verloren haben, keine Sozialhilfe bekommen und daher mittellos sind. Von den 1.000 Paketen werden diesmal 350 Pakete auch an Familien verteilt, deren Kinder in psychiatrischen Internaten untergebracht waren. Diese Einrichtungen wurden wegen Corona geschlossen, die Kinder wurden in die Familien zurückgebracht. Auch diese Familien sind ohne staatliche Unterstützung und in einer verzweifelten Lage. Leider sind in diesen Wochen die Lebensmittelpreise so stark gestiegen, dass im Vergleich zur ersten Aktion nur halb so viele Pakete mit gleichem Inhalt gekauft werden konnten.
Das Personal des Samariter-Bund ist unermüdlich mit dem Abpacken beschäftigt und es ist eine große Leistung dieses kleinen Teams (Fotos: das Team bei der Arbeit), das somit viel Dankbarkeit und großen Respekt verdient.

22.04.2020: Die logopädische Schulung geht weiter

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie machen auch vor der Sozialstation nicht halt, und es können viele der kleinen Patienten wegen der Ausgangssperre nicht mehr zur persönlichen Betreuung kommen.
Aber auch hier bietet sich durch den technischen Fortschritt die Möglichkeit einer Einzelbetreuung an. In einem kurzen Video (hier öffnen) stellt der SB Kiew vor, wie die Logopädin die Schulung mit ihren Zöglingen erfolgreich weiter führt.

09.April 2020: Dankschreiben und Ostergrüße des SB Kiew

Die schwierige Situation in Kiew, drastisch verschlimmert durch die Covid-19-Pandemie, fordert beim Samariter-Bund Kiew den uneingeschränkten Einsatz der gesamten Belegschaft.
Es ist Ihnen daher nicht möglich, die Osterbriefe an die Paten zu bearbeiten und weiterzuleiten. Aus diesem Grund hat die Geschäftsführerin Frau Janina Lewkowska an alle unsere Mitglieder, Paten und Förderer ein Dankschreiben mit Ostergrüßen verfasst, das Sie als Pdf-Datei öffnen können. Auch wir schließen uns dem Dank der Geschäftsführung des Samariter-Bundes Kiew an und wünschen Ihnen ein frohes Osterfest und vor allem, dass Sie gesund bleiben.

01.04.2020: Hilfe bei COVID-19-Pandemie in Kiew

- die Aktion läuft -

Es ist schön helfen zu können, aber es bedarf vieler Hände!

Vom Sozialdepartement der Stadt Kiew erreichte den Samariter Bund Kiew und somit auch uns ein Bittgesuch um Hilfe bei der Versorgung von 3.000 alten und alleinstehenden Menschen. Für diese bedeutet schnelle Hilfe buchstäblich "Überlebenshilfe". Darauf haben wir reagiert und schnell und unbürokratisch rund 19.000 € überwiesen. Damit sind bei der METRO Kiew bereits 3.000 Lebensmittelpakete gekauft worden. Diese sind mit Grundnahrungsmitteln für jeweils 5 € pro Person/Monat angesetzt.
Jedes Paket enthält:

1 kgZucker1 PckTee
1 kgNudeln200 gFischkonserven
1 kgReis500 gFleischkonserven
1 kgBuchweizen400 gKondensmilch
1 lÖl200 gButterkekse
1 lSaft500 gWaschpulver

Das Personal für die Verteilung besteht aus drei Krankenschwestern, die auch schon im Palliativprojekt tätig sind, und drei Fahrern mit 3 Autos. Zu Buche schlägt damit aber auch der Benzinverbrauch und die zusätzlich erforderliche Hygienekleidung. Ursprünglich war geplant, auch für Medikamente pro Paket 2 € anzusetzen, weil dies aber nicht machbar ist, wird aus dem Gesamtbetrag auch Hygienematerial zum Schutz des Personals (Schutzmasken, Einweghandschuhe) finanziert. Dieses war zum Glück noch erhältlich und ist schon im Einsatz. Das Departement für Sozialpolitik der Stadtverwaltung Kiew hat uns bereits ein Dankschreiben übermittelt. Hier finden Sie einige Fotos zu der Aktion.

Wie aus dem Facebook-Eintrag (Kopie) des Bürgermeisters Klitschko hervorgeht, waren wir mit unserem Partner, dem SB Kiew die ersten, die umfangreiche Hilfe auf den Weg gebracht haben. Er bedankt sich dafür ausdrücklich beim Samariter-Bund Kiew und Brücke nach Kiew e.V..

März 2020: Bittgesuch der Stadt Kiew wegen COVID-19-Pandemie

Das Sozialdepartement der Stadt Kiew richtete ein Bittgesuch an den Samariter-Bund Kiew und somit auch an Brücke nach Kiew e.V. um Hilfe bei der Versorgung von alten und alleinstehenden Menschen, für die wegen der aktuellen Corona-Krise und den damit zusammenhängenden Mehrausgaben die Mittel nicht mehr ausreichen. Es handelt sich dabei um 3000 registrierte Personen im Kiewer Zuständigkeitsbereich.
Für diese Menschen bedeutet schnelle Hilfe buchstäblich "Überlebenshilfe". Wir haben die Hilfe zugesagt und somit eine unbürokratische Sonderaktion durch unseren Partner, den Samariter-Bund Kiew ermöglicht, um diese durch die Quarantänebestimmungen isolierten Menschen mit den nötigsten Lebensmitteln und Medikamenten versorgen zu können.

So wurden umgehend 15.000 € angewiesen, mit denen bei der Metro bereits Lebensmittel für 3000 Pakete gekauft worden sind. Diese Lebensmittelpakete beinhalten für 4 € Grundnahrungsmittel und für 2 € Medikamente pro Person und Monat. Nachdem auch in Kiew die Lebensmittelregale fast leergekauft sind, musste bei der Ausstattung der Lebensmittelpakete improvisiert werden, obwohl die Ware vorzeitig bestellt wurde.

Wegen des großen Stadtgebiets (mehr als 5 Millionen Einwohner) und der unzureichenden Erschließung der Wohngebäude (Hochhäuser mit defekten Aufzügen) benötigt der Samariter-Bund zusätzliches Personal zum Ausliefern. Derzeit sind drei Fahrzeuge mit je einem Fahrer und einer Krankenschwester, die aus dem eigenen Personalpool gewonnen werden konnten, im Einsatz. Durch diese Aufgabe fallen deutliche höhere Betriebskosten (Schutzkleidung, Hygienematerial und Betriebsmittel) und vor allem Überstunden für das bereits unterbezahlte Personal an. Diese Aktion wird von der Stadt öffentlich gemacht, um auch andere Organisation zur Hilfe anzuregen.

Im neuen Newsletter 13/2020 finden Sie bereits ein Dankschreiben der Stadt Kiew.

27.12.2019: Hilfsmittel für die Sozialstation

Durch Änderung der rechtlichen Grundlagen sind jetzt auch in der Ukraine für die Beförderung von Kindern Kindersitze bzw. Sitzerhöhungen vorgeschrieben. Ein Problem für die Verantwortlichen, weil Kindersitze in Kiew schwer erhältlich sind, und der Transport der behinderten Kinder unumgänglich ist. Um dieses Problem zu lösen, haben wir zwei Sitzerhöhungen gekauft und nach Kiew geschickt. Auf dem Foto sieht man, dass sich die Kinder darin wohlfühlen.

Außerdem hat sich herausgestellt, dass für die behinderten Kinder Sitz-/Liegekeile und Bettschlangen für die Körperhaltung eine deutliche Erleichterung darstellen. Derartige Hilfsmittel sind dort nicht erhältlich bzw. kosten als Sonderausstattung weit mehr als bei uns in Deutschland, sodass wir auch hier helfend eingesprungen sind.

Dezember 2019: IN EIGENER SACHE

Ein Dank zum Jahresende

Nach den Wirren der vergangenen Jahre hatte man die Hoffnung, dass sich in der Ukraine die Lage endlich beruhigt und verbessert. Aber leider haben sich die Lebensbedingungen der Menschen noch weiter verschlechtert. Umso wichtiger und wertvoller war unsere Unterstützung und Zuverlässigkeit für unseren Partnerverband, den Samariter-Bund Kiew, weil die Hilfe für Familien, Kinder und alte Menschen auch im abgelaufenen Jahr fortgesetzt werden konnte. "Brücke nach Kiew e.V." ist derzeit der einziger zuverlässige Partner, der kontinuierlich Hilfe leistet.

Diese Tatsache verdanken wir unseren Mitgliedern, Spendern und Freunden, die uns auch 2019 großartig unterstützt und uns ihr Vertrauen geschenkt haben.

Ihnen allen gebührt daher herzlichster Dank, dass Sie uns trotz der viele "Baustellen" in der Welt treu geblieben sind.
So konnten wir auch 2019 wieder viel erreichen. Das ist auch der großartigen Unterstützung durch die Itzel-Stiftung, die uns die Sanierung der Sozialstation, und auch im Waisenhaus Lubny die Fortführung der dortige Projekte ermöglicht hat, zu verdanken. Daher geht an sie unser besonderer Dank.
Vor allem aber danken wir "Sternstunden e.V." für die großartige Förderung und die Möglichkeit, das Projekt "Ambulante palliative Pflege für Kinder" fortzuführen, für die finanziellen Verbesserung der Situation im Kinderkrankenhaus, die Finanzierung eines behindertengerechten Spielplatzes und auch für die Unterstützung bei den vielen akuten Notfallsituationen bei Kindern. Wir danken an dieser Stelle vor allem auch der Geschäftsführerin des Samariter-Bundes Kiew, Frau Janina Lewkowska und ihren Mitarbeitern für ihre aufopfernde und zuverlässige Arbeit, ohne die unsere Hilfe nicht möglich wäre.

Wenn auch der Ausblick nicht gerade hoffnungsvoll stimmt, so werden wir unsere Arbeit mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln bestmöglich weiterführen. Denn die Dankbarkeit der Menschen ist groß und ehrlich.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien, aber auch den Mitarbeitern des Samariter-Bundes Kiew ganz persönlich, aber auch im Namen meiner Vorstandskollegen, ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches Jahr 2020!


Elisabeth Hölzl
1. Vorsitzende

5. Dez. 2019: Dankschreiben von der Autistischen Schule

Seit Ende Januar 2016 finanzieren wir der heilpädagosischen Förderschule "Schule des Lebens " in Kiew die für diese Erkrankung angepassten Lebensmittel. Die Schulleitung informiert zwischendurch von den erreichten Erfolgen. Aber auch die Vorsitzende hat bei ihren Kiew-Reisen der Einrichtung Besuche abgestattet und sich von der qualifizierten Arbeit überzeugen können.
Wie sehr das Schulpersonal die Hilfe durch Brücke nach Kiew und den Samariter-Bund Kiew schätzt, dokumentiert das neuerliche Dankschreiben und die Fotos, die uns zugesandt wurden:


Liebe Elisabth,
liebes Samariterteam,

wir danken Ihnen herzlich für die Unterstützung der "Schule des Lebens", insbesondere für Versorgung unserer zu betreuenden Kinder mit vollwertigen Lebensmitteln. Wie ich bereits berichtet habe, sind die meisten unserer Schützlinge autistische Kinder. Sie können meistens gar nicht sagen, was ihnen weh tut.
Seitdem wir über eine gluten- und kaseinfreie Verpflegung erfahren und eine entsprechende Diät für unsere zu betreuenden Kinder eingeführt haben, ist es viel besser geworden: es ist jetzt einfacher fürs Personal mit Kindern umzugehen, und auch für Eltern ist das Zusammenleben mit diesen Kindern ruhiger geworden.

Ohne Ihre Unterstützung würden wir es nicht verkraften können. 2019 haben wir vom Samariterbund Kiew Lebensmittel im Wert 50 868,77 UAH (Griwna) (entspricht etwa 2.200 €) erhalten. Die Staatsleute hier haben leider andere Prioritäten. Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie auch weiterhin uns unterstützen würden und dass diese Kooperation im Sinne der Bekämpfung von Krankheiten der Kinder weitergeführt wird.

Wir würden uns freuen, wenn Sie mal eine Gelegenheit haben, um bei uns vorbeizuschauen und sich von unserer Dankbarkeit an Sie und unserm Respekt vor Ihnen überzeugen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Maria Schyrbik
Leiterin
und das ganze Team der "Schule der Lebens"

Die nachfolgen Fotos bzw. Serien zeigen einige Beschäftigungstherapien:

Kommunikative Arbeit mit den Zöglingen
Förderung der Feinmotorik
Förderung der Koordinationsgaben

Okt. 2019: Zwei Aufenthaltsräume für die Nephrologie

Zum zweiten Mal hat Sternstunden e. V. die Renovierung und Einrichtung von zwei Aufenthaltsräumen für die Kinder im Kinderkrankenhaus Nr.1 finanziert.

Diesmal für die nephrologische Station, auf der für die Kinder bisher auch keine Möglichkeit bestand, außerhalb ihrer Betten oder den Zimmern mit oftmals mehreren kranken Kindern sich aufzuhalten und zu spielen.
Die ersten Speilsachen für die Aufenthaltsräme der Klinik werden ausgepackt
Spielsachen für das
Krankenhaus werden ausgepackt
Für die Eltern ist es eine große Erleichterung und Freude, sich mit ihren Kindern in den wunderschön eingerichteten Räumen aufzuhalten, zu spielen, aber auch die Nähe zu ihnen zu genießen. Der Klinikleiter Dr. Koschara hat sich bei Sternstunden sehr herzliche bedankt und besucht die Kinder immer wieder beim Spielen (Video und Fotos) in der behandlungsfreien Zeit.

Der Zustand des Hygieneraums dieser Station ließ eine Nutzung nicht mehr zu, so dass auch hier mit Hilfe von Sternstunden e.V. der Raum entsprechend der Anforderungen komplett saniert werden konnte. Nun ist diese unverzichtbare Einrichtung für die Abteilung wieder vollnutzbar.

Deckendurchbrüche nach Installationsarbeiten nicht mehr verschlossen
von der Klinik nicht finanziert werden
Neue Duschtasse
ordentliche Fliesen lassen sich
leicht reinigen

12. Sept. 2019: Kiewreise

Im September stand wieder der jährliche Arbeitsbesuch in Kiew an. Wichtige Themen konnten besprochen und erörtert werden. So z.B. Änderungen bei den Patenschaften, Besprechung über die Preisentwicklung und die Auswirkung auf die Zusammensetzung der monatlichen Lebensmittel-Pakete. Dabei stellte sich heraus, dass diese mit dem derzeitigen Preis kaum mehr sinnvoll bestückt werden können, weil die Preise für bestimmte Lebensmittel in letzter Zeit um rund 200% gestiegen sind. Über eine Lösung wird nachgedacht.

Die Vorsitzende besucht die bettlägrige Elena
Elena ist schon seit mehreren
Jahren bettlägrig
Aber es waren auch Besuche bei Familien, alten Menschen und im Waisenhaus Vorzel im Programm. Auch ein Besuch bei Elena Forostjanaja, der wir vor 22 Jahren die lebensrettende Operation in Murnau finanziert haben, war sehr emotional und hat der jetzt bettlägerigen Frau wieder neuen Mut gegeben.

Hinweistafel am Spielplatz
Der neue, von Sternstunden e.V. finanzierte behindertengerechte Spielplatz ist ein außerordentliches und vielbeachtetes Projekt. Er konnte für unseren abschließenden Bericht an Sternstunden besichtigt und die meist schwerstbehinderten Kinder der Sozialstation "Das besondere Kind" dabei beobachtet werden, wie sie sich mit Hilfe der Betreuer der Anlage erfreuen. Er ist von Sicherheitsbehörden abgenommen und als gut und sinnvoll durchdacht bewertet worden. Ein kurzer Film zeigt Betreuerinnen mit ihren Schützlingen beim großen Test.

Im Krankenhaus Nr.1 sind die ebenfalls von Sternstunden e.V. finanzierten Spielräume für die Kinder, sowie der Hygieneraum auf der nephrologischen Station fast fertig. Der Klinikleiter Dr. Koschara hat sich viele Male für diese großartige Unterstützung bedankt.
Besprechung der Vorsitzenden mit der Leitung des Waisenhauses Vorzel
Besprechung mit der
Waisenhausleitung Vorzel
Auch Rückmeldungen aus Vorzel rundeten die Erkenntnisse ab.

Die Schäden durch einen Wassereinbruch im Dach der Sozialstation konnten Dank einer großzügigen finanziellen Unterstützung der Itzel-Stiftung beseitigt werden, so dass der Betrieb wieder reibungslos weitergeführt werden kann.

Insgesamt war der Besuch erfolgreich und wichtig, viele Dinge, die telefonisch kaum möglich sind, konnten in persönlichen Gesprächen geklärt werden.
Von einem Besuch im Waisenhaus Lubny musste dieses Mal aus Zeitgründen abgesehen werden.

Einen großen Raum nahmen die Berichte über die politische und wirtschaftliche Situation und die Auswirkungen auf den Samariter-Bund Kiew und unsere Projekte ein.

Ein Highlight des Aufenthaltes aber war nach dem Besuch der Veranstaltung "Internationaler Tag der Ersten-Hilfe", an dem sich auch der SB Kiew präsentieren konnte, die Einladung der gesamten Belegschaft des Samariter-Bund anläßlich des 25-jährigen Bestehens unserer Kiew-Hilfe zu einem gemeinsamen Abendessen. Es war insofern eine wichtige Geste, weil hauptsächlich nur durch die hochengagierten Mitarbeiter eine so erfolgreiche und gute Arbeit vor Ort möglich ist und weil sie trotz geringen und oftmals ausbleibenden Gehältern den Betrieb am Laufen halten.

September 2019: Drei Wochen im Erholungsheim "Perle von Donbass"

Wie bereits berichtet, konnten im August 40 Kinder und Jugendliche aus mehreren Krisengebieten dank der Finanzierung von "Brücke nach Kiew e.V." in das Erholungsheim in Swatogorsk reisen. Der Aufenhalt war nicht nur für die Kinder eine Zeit zum Regenerieren, sondern auch für deren Angehörige im Krisengebiet eine Besonderheit. Mit Veranstaltungen und Gemeinschaftsspielen wurde vom tristen Alltag abgelenkt.

Malwettbewerb bei den größeren Kindern
Ein gemeinsames Bild verbindet
Auch ein schöner Aufenthalt geht einmal zu Ende und wie so üblich, gibt es zur Erinnerung ein Gemeinschaftsfoto. Wie wichtig und notwendig dieser Aufenthalt für die Kinder war, bringen auch die Dankbriefe der Veranstalter und der Verwaltungsbehörden zum Ausdruck.
Gruppenfoto zum Abschluss
Es war eine schöne Gemeinschaft

September 2019: Gratulation zum 25-jährigen Bestehen der Initiative "München hilft Kiew"

Anläßlich des 25-jährigen Jubiläums sind viele Dank- und Anerkennungschreiben eingegangen.

So gratuliert auch die Leitung des Waisenhauses "Hoffnung" in Lubny der Vorsitzenden zum 25-jährigen Bestehen der Initiative "München hilft Kiew" mit einem berührenden Schreiben (Dankbrief).
Den Erfolg der Hilfe, - die 2007 mit Einzelpatenschaften für Kinder des Waisenhauses begonnen hat -, und auch die Dankbarkeit für diese Unterstützung bringen Lydia und Watscheslaw Below am Beispiel des Mädchens Kira zum Ausdruck.

Das ist nur mein Besuch!
Das Mädchen fand nun nach langer und intensiver Betreuung Adoptiveltern in den USA.
Nicht nur für Kira war die Vorsitzende die "Tante" aus Deutschland, deren Besuch sie jährlich sehnsüchtig erwartete.

01.09.2019: IN EIGENER SACHE

September 2019: 25 Jahre "Kiew-Hilfe"

Im September 2019 können wir, auch ein wenig stolz, auf 25 Jahre "Kiew-Hilfe zurückblicken. Der September 1994 war für uns und für viele Kiewer Familien ein Monat, der wenig spektakulär und privat bei einem Besuch bei den Kiewer Samaritern mit einer Hilfszusage für eine Familie in Not begann, der aber nachhaltig ist und bis jetzt eine große Bedeutung erlangt hat.

Die Hilfsbereitschaft und das Mitgefühl für Menschen in der Ukraine, zuerst von Freunden in München, dann weit darüber hinaus, hat im Laufe der Jahre ein Maß angenommen, das uns nicht nur in Kiew, sondern auch hierzulande viel Respekt und Anerkennung verschafft hat. Wir haben viele Helfer und Unterstützer gefunden, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind: Eine anerkannte, stabile und weithin bekannte Organisation, erst als Initiative, und ab 2002 als eigenständiger Verein "Brücke nach Kiew e.V.".

Angefangen mit der Patenschaft für eine Familie, haben wir unseren Wirkungskreis ausgeweitet, auf alte Menschen, Invaliden und vor allem auf Kinder in Not.
Pflegerin mit behindertem Kind
Betreuung durch eine Pflegerin
in der Sozialstation
Wir haben verschiedene Projekte gestartet und nach erfolgreicher Etablierung an die Stadt übergeben, wie z.B. das Straßenkinderprojekt, das Studentenprojekt, bei dem wir mittellosen Jugendlichen den Start in ein Studium ermöglichten, oder einen Teil der Familienhäuser, die dank unserer Anschubhilfe ohne unsere Unterstützung auskommen.

Das Waisenhaus in Lubny ist dank unserer, und besonders Dank großartiger Unterstützung der Itzel-Stiftung seit 2007 ein sicherer und schöner Ort für Kinder. Ein besonderes und wichtiges Projekt ist die "Trauma-Hilfe Lubny", schwer traumatisierte Kinder, die im Heim ein neues Zuhause gefunden haben, werden von geschulten Pschychologen betreut.

Vorsitzende E. Hölzl mit Kleinkind in Vorzel
Die Vorsitzende mit einem
Kleinkind im Waisenhaus Vorzel
Die Kinder im Waisenhaus Vorzel erhalten mit Förderung von Sternstunden e.V. seit Jahren gesunde und wichtige Milchprodukte.

Wir haben das Sozialzentrum für behinderte Kinder "Das besondere Kind" als ein wichtiges und ständiges Projekt mitgegründet und finanzieren seit 2009 das Essen und alle wichtigen Dinge für einen reibungslosen Betrieb, außerdem versorgen wir die Kinder in der Station "Verlassene Kinder" im Kinderkrankenhaus mit Essen und Hygienemittel.

Ganz besonders möchte ich erwähnen, dass Sternstunden e.V. im Kinderkrankenhaus Nr. 1 die Renovierung von Aufenthaltsräumen für die Kinder und eines Hygieneraums, und auch für die behinderten Kinder der Sozialstation einen behindertengerechten Spielplatz finanziert hat.

Unser besonderes Augenmerk gilt aber den alten Menschen, die von ihren minimalen Renten ohne Hilfe nicht überleben könnten, mit monatlichen Lebensmittelpaketen, Hygienemitteln und Medikamenten erleichtern wir ihnen den Alltag.

Neu hinzugekommen ist unser Einsatz für binnenvertriebene Familien und Kinder aus der Ostukraine, die ohne jegliche Versorgung große Not leiden. Wir helfen mit Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikel.

Dank Sternstunden e.V. und der Itzel-Stiftung konnten wir dazu beitragen, dass der Samariter-Bund Kiew ein neues und einzigartiges Projekt, die "Ambulante palliative Pflege für Kinder" realisieren konnte und mit Erfolg durchführt.

Es ist schwierig und nahezu unmöglich, alle Aktivitäten und Notfallhilfen aufzuzählen, die wir mit Spenden im Laufe von 25 Jahren finanzieren konnten, die aber für die jeweiligen Personen überlebenswichtig waren und sind.
Ich möchte allen Spendern und Helfern, die uns durch 25 Jahre getragen haben, von ganzem Herzen danken. Für ihr Vertrauen, ihre Beständigkeit und Bereitschaft, Menschen zu helfen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen.

Dem Team des Samariter-Bundes Kiew unter der Leitung der Geschäftsführerin Janina Lewkowska sowie ihrer Vorgängerin Swetlana Lewkowska danke ich für die großartige und fruchtbare Zusammenarbeit und für seinen unermüdlichen Einsatz in schwierigen Zeiten.


München im September 2019


Elisabeth Hölzl
1. Vorsitzende