Hilfe für Familien, Kinder, Alleinerziehende und
alte Menschen

Die Patenschaften beziehen sich jeweils auf eine Person oder Familie. Diese sind teils als Einzelfall aber auch innerhalb der Gruppe "Projekte" zu finden. Allerdings sind abgeschlossene Projekte auch in der "Archiv"-Navigation nicht einzeln aufgeführt. Mit Hilfe der nachstehenden Auflistung, - einfaches Anklicken genügt - , gelangen Sie direkt zu den bereits abgeschlossenen Projekten:

Erstes Familienhaus Krisenzentren für Kinder Studentenprojekt

Wie finden wir die hilfesuchenden Menschen in Kiew?

Die Personen oder Familien, die sich in extremen Notsituationen befinden, werden uns von Mitmenschen, von Organisationen oder Behörden genannt. Häufig finden die Menschen selbst den Weg zum Samariter Bund, um dort um Hilfe zu bitten. Ihre Aussagen, die aktuelle Situation, sowie ihre verfügbaren finanziellen Mittel werden überprüft, dann werden sie ggf. in die Warteliste aufgenommen. Die dringendsten Fälle werden immer an vorderste Stelle gesetzt.

Die Invalidität ist gemäß den ukrainischen Richtlinien in drei Stufen eingeteilt, wobei die Stufen 1 und 2 für uns maßgeblich sind:
Invaliden der 1. Gruppe (die schwerste Gruppe):
Bettlägerige, Blinde, Personen im Rollstuhl, Amputierte, d. h. alle Personen, die zu 100 % arbeitsunfähig sind.
Invaliden der 2. Gruppe:
Personen, die eingeschränkt arbeitsfähig sind. Es sind psychisch und physisch Kranke, Personen nach Schlaganfall, schwere Diabetiker, Epileptiker usw.. Diese Menschen können meist nicht voll arbeiten und wenn, verdienen sie oft nicht einmal das Lebensminimum und sind auf auch Hilfe dringend angewiesen.

Wie werde ich Pate?

Der Spendenwillige wendet sich an unser Büro in München und bekundet seine Bereitschaft für eine Patenschaft. Er kann selbst entscheiden, für welches unserer Projekte er eine Patenschaft übernehmen will. Am dringendsten brauchen wir allerdings Patenschaften für Familien. Wir geben bsondere Wünsche an die Projektleitung in Kiew weiter, diese wählt in Absprache mit uns eine Familie oder Person aus, für die der Betrag angemessen ist.

Jeder Spender kann die Höhe seines Beitrages selbst bestimmen. Es sollen allerdings Beträge von mindestens 15 Euro pro Monat sein, die halbjährlich oder jährlich auf unser Konto eingezahlt und von uns nach Kiew überwiesen werden. In Kiew werden bei einem Großmarkt Lebensmittel gekauft, die dann je nach der vom Spender vorgesehenen monatlichen Zuwendung in Paketen an die Familien ausgegeben werden. Jährlich sind dies immerhin zwischen 40 und 50 Tonnen.
Die Pakete enthalten neben Grundnahrungsmitteln auch Waschpulver, Seife und Zahnpasta. So weit es möglich ist, bringen die Empfänger ihre eigenen Fähigkeiten und verschiedenen Leistungen in das Projekt ein. Dies vermittelt ihnen das Gefühl, von der Gesellschaft noch gebraucht zu werden und macht so unser Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" zur Realität.

Der Spender erhält jährlich eine Spendenquittung, die Teilnahme an diesem Hilfsprojekt bedeutet nicht automatisch eine Mitgliedschaft im Verein! (Freiwillige Mitgliedschaften zur Aufrechterhaltung unseres Vereins und damit auch der Initiative in Kiew sind natürlich hochwillkommen und werden auch dringend gebraucht).

Die Patenschaft kann jederzeit nach einer formlosen vorherigen Ankündigung ohne Begründung oder Einhaltung bestimmter Fristen wieder beendet werden. Wünschenswert wäre allerdings eine frühzeitige Kündigung, damit für die Familien neue Paten gesucht werden können. Im Übrigen sind neben längerfristigen Patenschaften auch Einzelspenden sehr willkommen, sie werden für Sonderaktionen verwendet.

Was ist uns besonders wichtig?

  • Wir arbeiten nach dem "1:1-Prinzip" d.h., jeder gespendete Euro geht ohne Abzüge und damit zu 100% an die Empfänger in Kiew, weil die Verwaltungskosten aus Mitgliedsbeiträgen bestritten werden.

  • Die Spendenempfänger werden einer genauen Überprüfung unterzogen und nur so lange unterstützt, wie es unbedingt nötig ist. Sobald sie sich selbst helfen können, scheiden sie aus dem Projekt aus und machen für andere Platz.

  • Die Spender wissen genau, wer ihre Hilfe erhält, alle Leistungen werden bestätigt.

  • Persönliche Kontakte werden von uns gefördert, Briefe kostenlos übersetzt.

Und so können Sie helfen:

Wenn Sie weitere Informationen zu den einzelnen Möglichkeiten erfahren möchten, können Sie auch über die Seite "Downloads - Vordrucke" gehen oder sich dienstags und donnerstags von 08:00 - 12:00 Uhr telefonisch in unserem Büro (Kontakt) informieren.

19.11.2018: Information zu den Lebenshaltungskosten

Wir haben in Facebook einen Beitrag zur Kostensteigerung der Lebenshaltungskosten in der Ukraine gefunden, der die prekäre Situation der finanziell schwachen Bevölkerungsschicht verdeutlicht. Er zeigt den rapiden Kostenanstieg im Zeitraum von 4 Jahren. Da eine direkte Übernahme des Beitrages nicht möglich war, wurde der Beitrag übersetzt und manuell eingestellt. Die Preise sind in der ukrainischen Währung Griwna angegeben, auf eine Umrechnung wurde wegen des sich ständig ändernden Wechselkurses verzichtet:

L e b e n s m i t t e l

2013 2017 Kosten-
steigerung
Weizenbrot 4,78 12,35 2,6-fache
Rindfleisch [1 kg] 54,17 111,00 2,0-fache
Schweinefleisch [1 kg] 48,95 160,00 3,3-fache
Milch [1 l] 7,70 17,60 2,3-fache
Eier - 10 Stück 4,95 21,10 4,2-fache
Speck [1 kg] 23,89 68,00 2,8-fache
Butter [1 kg] 60,00 158,00 2,6-fache
Sonnenblumenöl [1 l] 14,55 32,82 2,2-fache
Buchweizen [1 kg] 9,11 22,17 2,4-fache
Haferflocken [1 kg] 4,90 19,80 4,0-fache
Reis [1 kg] 7,70 19,54 2,5-fache
Kartoffel [1 kg] 3,30 6,18 1,9-fache
Karotten [1 kg] 3,40 6,50 1,9-fache
Rote Bete [1 kg] 2,00 5,90 3,0-fache
Kohl [1 l] 2,30 5,00 2,2-fache

Öffentliche Verkehrsmittel

2013 2017 Kosten-
steigerung
U-Bahn (für 1 Fahrt im Stadtgebiet) 2,00 5,00 2,5-fache
Bus- O-Bus - Straßenbahn 2,00 - 3,00 5,00 - 6,00 2,5 - 2,0-fache

Berechnungsbeispiel für einen Mann aus unserem Patenprojekt

Im Benehmen mit der Geschäftsführerin in Kiew wurde ein Beispiel ausgewählt, das den Durchschnitt der von uns unterstützten Personen darstellt. Der Mann ist Invalide 1. Gruppe (höchste Stufe in der Ukraine) und hat eine Wohnung mit 36 m².

2013 2017
Währung Griwna Griwna
tatsächl. Rente 1200,00 109,09 1800,00 58,06
Miete/m² 2,41 x 36 = 86,76 7,89 5,85 x 36 = 210,60 6,79
Heizung/m² 2,86 x 36 = 102,96 9,36 32,86 x 36 = 1182,96 38,16
Strom [Pauschale 100 kWh] 0,023 x 100 = 2,30 7,89 5,85 x 36 = 210,60 6,79
Gas [Pauschale   4 m³] 0,93 x 4 = 3,72 0,34 6,82 x 4 =27,28 0,88
Kaltwasser [Pauschale 3 m³] 3,18 x 3 = 9,54 0,87 15,81 x 3 = 47,43 1,53
Warmwasser [Pauschale      4,5 m³] 15,95 x 4,5 = 71,78 6,53 84,0 x 4,5 = 378,00 12,19
Summe Nebenkosten 25,19 74,56
Zuschuss vom Sozialamt 32,00
Restbetrag für Lebensunterhalt 83,90 15,51

Aus den Aufstellungen geht hervor, dass sich die Lebenshaltungskosten seit 2013 deutlich erhöht haben und das Rentenniveau weit zurückgeblieben ist. Sie sind aber auch ein Beweis dafür, dass unsere Hilfe dringend notwendig ist. Für viele ist sie die Basis für den Lebensunterhalt.
Es gibt aber noch dramatischere Beispiele, bei denen sich die Betroffenen keinen Strom leisten können und im Dunkeln leben, sowie nur von dem leben, was wir in die monatlichen Lebensmittelpakete packen.

Okt. 2018: Hilfe für Großmutter mit Enkelin

Wie bei der diesjährigen Kiew-Reise berichtet, sorgt die 6-jährige Zorjana, Enkelin von Frau B. und Vollwaise, für ihre beinamputierte Oma, die sich nicht selbst versorgen kann und ihr Leben auf dem Sofa verbringt. Frau B. hatte keine Hilfsmittel, weshalb die Vorsitzende versuchte, Abhilfe zu schaffen.

Zorjana mit ihrer neuen Winterbekliedung
Dank einer Spende ihres "Paten" in München konnten für sie ein Toilettenstuhl und eine Beinprothese beschafft werden, jetzt kann sie sich seit langer Zeit wieder in der Wohnung bewegen und vor allem die Toilette auf- suchen.
Die Dankbarkeit von Frau B. kann man nicht beschreiben.
Auf Wunsch des Paten, der Enkelin für ihren Einsatz eine Freude zu bereiten, wurde für das Kind in München Winterkleidung gekauft, weil die Rente der Oma dafür nicht reicht. Beide sind überglücklich und können mit etwas weniger Sorgen den kommenden Winter erwarten.

Weitere Informationen finden sie im ARCHIV-Projektinfos!