Soforthilfen und Sonderaktionen

Wir bemühen uns, Menschen in besonderen Notlagen, außerhalb unseres Projekts aus nicht zweckgebundenen Einzelspenden, Hilfe in Form von Lebensmitteln, Bekleidung oder Medikamenten zukommen zu lassen. Wir gehen in Krankenhäuser, in Alten- und Behindertenheime und bringen den Kindern und alten Menschen mit kleinen Geschenken etwas Licht in ihr freudloses Leben.
Bescherung in der Kinderklinik
Bescherung in der
Kinderklinik
Da die Gelder für die Patenschaften in vollem Umfang nach Kiew weitergeleitet werden, haben wir keinen großen Spielraum für derartige Hilfeersuchen. Deshalb sind wir über jeden noch so kleinen Betrag (nicht zweckgebundene Spende für Kiew) auch für diesen "Sonder-Topf" dankbar. Einige Aktionen konnten nur durchgeführt werden, weil einzelne Mitglieder sich außerordentlich engagiert haben oder großzügige Spender gefunden werden konnten.
Eine Aufstellung finden Sie, wenn Sie den Link "Liste der Sonderaktionen" anklicken.

19.05.2020: Fortsetzung der Hilfe bei der COVID-19-Pandemie in Kiew

Anschließend zur ersten Aktion im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie haben wir noch einmal eine weitere Hilfsaktion gestartet. Im April hatten wir die Mittel für 3.000 Lebensmittelpakete überwiesen, mit denen ausschließlich Lebensmittel für alte, alleinstehende Menschen gekauft und inzwischen verteilt wurden.
Nachdem sich die Situation auch bei den Familien weiter dramatisch zugespitzt hat, haben wir eine zweite Aktion gestartet und noch einmal 10.000 € überwiesen. Dafür konnten vom Samariter-Bund noch einmal Lebensmittel für 1.000 Pakete gekauft werden. Diesmal aber für Familien, deren Ernährer wegen der Corona-Krise die Arbeit verloren haben, keine Sozialhilfe bekommen und daher mittellos sind. Von den 1.000 Paketen werden diesmal 350 Pakete auch an Familien verteilt, deren Kinder in psychiatrischen Internaten untergebracht waren. Diese Einrichtungen wurden wegen Corona geschlossen, die Kinder wurden in die Familien zurückgebracht. Auch diese Familien sind ohne staatliche Unterstützung und in einer verzweifelten Lage. Leider sind in diesen Wochen die Lebensmittelpreise so stark gestiegen, dass im Vergleich zur ersten Aktion nur halb so viele Pakete mit gleichem Inhalt gekauft werden konnten.
Das Personal des Samariter-Bund ist unermüdlich mit dem Abpacken beschäftigt und es ist eine große Leistung dieses kleinen Teams (Fotos: das Team bei der Arbeit), das somit viel Dankbarkeit und großen Respekt verdient.

01.04.2020: Hilfe bei COVID-19-Pandemie in Kiew

- die Aktion läuft -

Es ist schön helfen zu können, aber es bedarf vieler Hände!

Vom Sozialdepartement der Stadt Kiew erreichte den Samariter Bund Kiew und somit auch uns ein Bittgesuch um Hilfe bei der Versorgung von 3.000 alten und alleinstehenden Menschen. Für diese bedeutet schnelle Hilfe buchstäblich "Überlebenshilfe". Darauf haben wir reagiert und schnell und unbürokratisch rund 19.000 € überwiesen. Damit sind bei der METRO Kiew bereits 3.000 Lebensmittelpakete gekauft worden. Diese sind mit Grundnahrungsmitteln für jeweils 5 € pro Person/Monat angesetzt.
Jedes Paket enthält:

1 kgZucker1 PckTee
1 kgNudeln200 gFischkonserven
1 kgReis500 gFleischkonserven
1 kgBuchweizen400 gKondensmilch
1 lÖl200 gButterkekse
1 lSaft500 gWaschpulver

Das Personal für die Verteilung besteht aus drei Krankenschwestern, die auch schon im Palliativprojekt tätig sind, und drei Fahrern mit 3 Autos. Zu Buche schlägt damit aber auch der Benzinverbrauch und die zusätzlich erforderliche Hygienekleidung. Ursprünglich war geplant, auch für Medikamente pro Paket 2 € anzusetzen, weil dies aber nicht machbar ist, wird aus dem Gesamtbetrag auch Hygienematerial zum Schutz des Personals (Schutzmasken, Einweghandschuhe) finanziert. Dieses war zum Glück noch erhältlich und ist schon im Einsatz. Das Departement für Sozialpolitik der Stadtverwaltung Kiew hat uns bereits ein Dankschreiben übermittelt. Hier finden Sie einige Fotos zu der Aktion.

Wie aus dem Facebook-Eintrag (Kopie) des Bürgermeisters Klitschko hervorgeht, waren wir mit unserem Partner, dem SB Kiew die ersten, die umfangreiche Hilfe auf den Weg gebracht haben. Er bedankt sich dafür ausdrücklich beim Samariter-Bund Kiew und Brücke nach Kiew e.V..

März 2020: Bittgesuch der Stadt Kiew wegen COVID-19-Pandemie

Das Sozialdepartement der Stadt Kiew richtete ein Bittgesuch an den Samariter-Bund Kiew und somit auch an Brücke nach Kiew e.V. um Hilfe bei der Versorgung von alten und alleinstehenden Menschen, für die wegen der aktuellen Corona-Krise und den damit zusammenhängenden Mehrausgaben die Mittel nicht mehr ausreichen. Es handelt sich dabei um 3000 registrierte Personen im Kiewer Zuständigkeitsbereich.
Für diese Menschen bedeutet schnelle Hilfe buchstäblich "Überlebenshilfe". Wir haben die Hilfe zugesagt und somit eine unbürokratische Sonderaktion durch unseren Partner, den Samariter-Bund Kiew ermöglicht, um diese durch die Quarantänebestimmungen isolierten Menschen mit den nötigsten Lebensmitteln und Medikamenten versorgen zu können.

So wurden umgehend 15.000 € angewiesen, mit denen bei der Metro bereits Lebensmittel für 3000 Pakete gekauft worden sind. Diese Lebensmittelpakete beinhalten für 4 € Grundnahrungsmittel und für 2 € Medikamente pro Person und Monat. Nachdem auch in Kiew die Lebensmittelregale fast leergekauft sind, musste bei der Ausstattung der Lebensmittelpakete improvisiert werden, obwohl die Ware vorzeitig bestellt wurde.

Wegen des großen Stadtgebiets (mehr als 5 Millionen Einwohner) und der unzureichenden Erschließung der Wohngebäude (Hochhäuser mit defekten Aufzügen) benötigt der Samariter-Bund zusätzliches Personal zum Ausliefern. Derzeit sind drei Fahrzeuge mit je einem Fahrer und einer Krankenschwester, die aus dem eigenen Personalpool gewonnen werden konnten, im Einsatz. Durch diese Aufgabe fallen deutliche höhere Betriebskosten (Schutzkleidung, Hygienematerial und Betriebsmittel) und vor allem Überstunden für das bereits unterbezahlte Personal an. Diese Aktion wird von der Stadt öffentlich gemacht, um auch andere Organisation zur Hilfe anzuregen.

Im neuen Newsletter 13/2020 finden Sie bereits ein Dankschreiben der Stadt Kiew.

Okt. 2019: Zwei Aufenthaltsräume für die Nephrologie

Zum zweiten Mal hat Sternstunden e. V. die Renovierung und Einrichtung von zwei Aufenthaltsräumen für die Kinder im Kinderkrankenhaus Nr.1 finanziert.

Diesmal für die nephrologische Station, auf der für die Kinder bisher auch keine Möglichkeit bestand, außerhalb ihrer Betten oder den Zimmern mit oftmals mehreren kranken Kindern sich aufzuhalten und zu spielen.
Die ersten Speilsachen für die Aufenthaltsräme der Klinik werden ausgepackt
Spielsachen für das
Krankenhaus werden ausgepackt
Für die Eltern ist es eine große Erleichterung und Freude, sich mit ihren Kindern in den wunderschön eingerichteten Räumen aufzuhalten, zu spielen, aber auch die Nähe zu ihnen zu genießen. Der Klinikleiter Dr. Koschara hat sich bei Sternstunden sehr herzliche bedankt und besucht die Kinder immer wieder beim Spielen (Video und Fotos) in der behandlungsfreien Zeit.

Der Zustand des Hygieneraums dieser Station ließ eine Nutzung nicht mehr zu, so dass auch hier mit Hilfe von Sternstunden e.V. der Raum entsprechend der Anforderungen komplett saniert werden konnte. Nun ist diese unverzichtbare Einrichtung für die Abteilung wieder vollnutzbar.

Deckendurchbrüche nach Installationsarbeiten nicht mehr verschlossen
von der Klinik nicht finanziert werden
Neue Duschtasse
ordentliche Fliesen lassen sich
leicht reinigen

September 2019: Drei Wochen im Erholungsheim "Perle von Donbass"

Wie bereits berichtet, konnten im August 40 Kinder und Jugendliche aus mehreren Krisengebieten dank der Finanzierung von "Brücke nach Kiew e.V." in das Erholungsheim in Swatogorsk reisen. Der Aufenhalt war nicht nur für die Kinder eine Zeit zum Regenerieren, sondern auch für deren Angehörige im Krisengebiet eine Besonderheit. Mit Veranstaltungen und Gemeinschaftsspielen wurde vom tristen Alltag abgelenkt.

Malwettbewerb bei den größeren Kindern
Ein gemeinsames Bild verbindet
Auch ein schöner Aufenthalt geht einmal zu Ende und wie so üblich, gibt es zur Erinnerung ein Gemeinschaftsfoto. Wie wichtig und notwendig dieser Aufenthalt für die Kinder war, bringen auch die Dankbriefe der Veranstalter und der Verwaltungsbehörden zum Ausdruck.
Gruppenfoto zum Abschluss
Es war eine schöne Gemeinschaft

02.08.2019: Erholungsaufenthalt für Kinder aus dem Krisengebiet

Brücke nach Kiew finanziert 40 Kindern aus den Bezirken Donezk und Luhansk einen dreiwöchigen Aufenthalt in der Erholungs- und Reha-Einrichtung "Perle von Donbass" in Swatogorsk, einem schönen und ruhigen Ort.

Die Kinder steigen in den Bus ein
Endlich geht es los
Die ersten Fotos von der Anreise sind eingetroffen und zeigen die Kinder, noch etwas schüchtern aber voller Vorfreude. Alle Kinder sind aus ärmsten Verhältnissen und leiden unter den Kriegshandlungen und den daraus resultierenden Katastrophen in den Familien. Wir freuen uns, diesen Kindern für kurze Zeit Freude und Erholung zu schenken und ihnen auch die Möglichkeit zu geben, mit anderen Kindern, die ähnliche Schicksale erleben, Kontakte zu knüpfen und mit Hilfe von geschultem Personal in der Reha-Einrichtung die Traumata zu behandeln.
Abreise und Ankunft sind mit Fotos dokumentiert worden, und wir werden noch weitere Fotos bekommen und über den Aufenthalt berichten.

19.12.2018: Weihnachtsbescherung im Kinderkrankenhaus

 Zwei Mütter mit ihren Mädchen
Weitere Bilder
Auch dieses Jahr haben wir den Kindern im Kinderkrankenhaus Nr. 1, und in der Sozialstation des Samariter-Bundes kleine Weihnachtspäckchen verteilt. Nur eine Kleinigkeit, aber mit großer Wirkung. Die leuchtenden Augen und die Freude der Kinder sind der schönste Dank dafür. Wie jedes Jahr ist die Aktion eine gelungene Abwechslung zu ihrem oft traurigen Klinikaufenthalt.
Auch die Eltern freuten sich, weil es auch für sie schön ist, ihre Kinder lächeln zu sehen.

Okt. 2018: Hilfe für Großmutter mit Enkelin

Wie bei der diesjährigen Kiew-Reise berichtet, sorgt die 6-jährige Zorjana, Enkelin von Frau B. und Vollwaise, für ihre beinamputierte Oma, die sich nicht selbst versorgen kann und ihr Leben auf dem Sofa verbringt. Frau B. hatte keine Hilfsmittel, weshalb die Vorsitzende versuchte, Abhilfe zu schaffen.

Zorjana mit ihrer neuen Winterbekliedung
Dank einer Spende ihres "Paten" in München konnten für sie ein Toilettenstuhl und eine Beinprothese beschafft werden, jetzt kann sie sich seit langer Zeit wieder in der Wohnung bewegen und vor allem die Toilette auf- suchen.
Die Dankbarkeit von Frau B. kann man nicht beschreiben.
Auf Wunsch des Paten, der Enkelin für ihren Einsatz eine Freude zu bereiten, wurde für das Kind in München Winterkleidung gekauft, weil die Rente der Oma dafür nicht reicht. Beide sind überglücklich und können mit etwas weniger Sorgen den kommenden Winter erwarten.

10.10.2018: Soforthilfe für 70 Kinder der "Zeche Toschkiwska"

Der Aktion ging ein telefonisches Hilfeersuchen der Staatsverwaltung für den Kreis Popasnaja (innerhalb der 5 km-Zone des Krisengebiets von Luhansk) an die Geschäftsführerin des SB Kiew voraus. Das schriftliche offizielle Gesuch wurde umgehend nachgereicht und an uns weitergeleitet.
Wegen der Schließung einer Zeche und der ausbleibenden Gehälter für die Beschäftigten können die Familien ihre Kinder nicht mehr mit dem Nötigsten versorgen, die Kinder leiden Hunger. Nach einer kurzfristigen Rücksprache mit der Vorsitzenden von "Brücke nach Kiew" veranlasste die Geschäftsführerin des SB Kiew die unmittelbare Lieferung von 70 Lebensmittelpaketen für die Kinder der betroffenen Familien. Weil im Krisengebiet keine Einkaufsmöglichkeit besteht, mussten die Lebensmittel aus Kiew angeliefert werden. Die Verteilung übernahmen Helfer des dortigen Samariter-Bundes.

 Mutter mit zwei Kindern vor einem ausgebrannten Schuppen
Nachtrag:
Am 05.11.2018 hat uns ein Schreiben der Eltern der Kinder erreicht, das nicht nur unendliche Dankbarkeit ausdrückt, sondern auch die Dringlichkeit der Maßnahme bestätigt.

03.10.2018: Hilfe für ehemalige Zwangsarbeiter

Bei einem Besuch in der Stadt Druschkiwka (Donezk Gebiet ) 50 km-Zone der Kontaktlinie entlang auf der von der Ukraine kontrollierten Seite, erreichte die Geschäftsführerin des SB Kiew ein Hilferuf einer Gruppe von alten Menschen, die von keinerlei Seite Hilfe erhalten. Es stellte sich dabei heraus, dass es sich um 44 Personen, hauptsächlich Frauen handelt, die damals nach Deutschland verschleppt und zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden.
Sie erhalten im Krisengebiet keine Lebensmittel und sonstige Unterstützung und leiden große Not. In einer einmaligen Aktion konnten Lebensmittelpakete übergeben werden, die aus freien Spenden finanziert wurden.

Eine kleine Auswahl an Bildern
(Um die Bilder zu vergrößern, müssen Sie jedes Bild einzeln anklicken)