Gründung des Vereins

Da von den Paten der Wunsch nach Fortsetzung dieser 1994 begonnenen Initiative "Münchner Familien helfen Kiewer Familien", die für viele Menschen vor allem in Kiew oft lebenswichtigen Hilfe bedeutete, entschlossen wir uns, die Aktion in einem eigenen Verein fortzuführen.

Am 22. Januar 2002 fand die Gründungsversammlung statt. Unter den 17 Gründungsmitgliedern war auch die 2. Bürgermeisterin der LH München und langjährige Patin von zwei Familien in Kiew, Frau Dr. Gertraud Burkert. Der Verein gab sich den Namen "Brücke nach Kiew e.V." und eine Satzung.
Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichts München als gemeinnützig eingetragen. Zur 1. Vorsitzenden wurde die Initiatorin des Projekts, Elisabeth Hölzl gewählt. Erwähnenswert ist, dass am 21. Mai 2008 zwischen dem Samariter Bund Kiew und unserem Verein ein Partnerschaftsvertrag unterzeichnet wurde. (Fotos Unterzeichnung 21.05.2008 und Vertrag)

Mehr über die Entwicklung des Vereins finden Sie in der Chronik und das eine oder andere Detail in den Jahresberichten und Newslettern unter der Rubrik "Downloads-Informationen". Weil die Aktivitäten in Kiew nicht umfassend beschrieben werden können, haben wir für Sie die einzelnen Projekte und Aktionen in einer chronologischen Auflistung zusammengefasst.

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens wurden zur Mitgliederversammlung März 2012 Gäste aus Kiew eingeladen und auch zwei Mitglieder für ihr Engagement mit einem kleinen Blumenstraß geehrt (Fotos) .

Weil die Umsetzung der Ziele, nämlich die Spenden zu 100 % nach Kiew zu leiten, nur mit Übernahme der Verwaltungskosten durch den Verein möglich ist, ist eine Mitgliedschaft im Verein eine willkommene Hilfe. Der Mindestmitgliedsbeitrag beträgt nur 1 €/Monat (12 €/Jahr)

Eine kleine Anmerkung: Häufig wird argumentiert, dass das alles nur ein kleiner Tropfen auf einen heißen Stein ist,und dieser einfach verdampft. Diejenigen vergessen aber, dass dieser Tropfen demjenigen, den er erreicht, nicht nur das Leben etwas erleichtert, sondern ihm zeigt, dass er nicht vergessen ist und ihm auch etwas Hoffnung gibt.



Unser Logo wurde von einer Regensburger Firma entworfen und hat als Grundfarbe ein fröhliches und positives "Blau" gewählt, durch das ein gelber Lichtbogen als Sinnbild einer Brücke die Menschen verbinden soll. Der Satz "Initiative ohne Grenzen" soll dies bekräftigen und ist Bestandsteil des Logos.

Dezember 2019: IN EIGENER SACHE

Ein Dank zum Jahresende

Nach den Wirren der vergangenen Jahre hatte man die Hoffnung, dass sich in der Ukraine die Lage endlich beruhigt und verbessert. Aber leider haben sich die Lebensbedingungen der Menschen noch weiter verschlechtert. Umso wichtiger und wertvoller war unsere Unterstützung und Zuverlässigkeit für unseren Partnerverband, den Samariter-Bund Kiew, weil die Hilfe für Familien, Kinder und alte Menschen auch im abgelaufenen Jahr fortgesetzt werden konnte. "Brücke nach Kiew e.V." ist derzeit der einziger zuverlässige Partner, der kontinuierlich Hilfe leistet.

Diese Tatsache verdanken wir unseren Mitgliedern, Spendern und Freunden, die uns auch 2019 großartig unterstützt und uns ihr Vertrauen geschenkt haben.

Ihnen allen gebührt daher herzlichster Dank, dass Sie uns trotz der viele "Baustellen" in der Welt treu geblieben sind.
So konnten wir auch 2019 wieder viel erreichen. Das ist auch der großartigen Unterstützung durch die Itzel-Stiftung, die uns die Sanierung der Sozialstation, und auch im Waisenhaus Lubny die Fortführung der dortige Projekte ermöglicht hat, zu verdanken. Daher geht an sie unser besonderer Dank.
Vor allem aber danken wir "Sternstunden e.V." für die großartige Förderung und die Möglichkeit, das Projekt "Ambulante palliative Pflege für Kinder" fortzuführen, für die finanziellen Verbesserung der Situation im Kinderkrankenhaus, die Finanzierung eines behindertengerechten Spielplatzes und auch für die Unterstützung bei den vielen akuten Notfallsituationen bei Kindern. Wir danken an dieser Stelle vor allem auch der Geschäftsführerin des Samariter-Bundes Kiew, Frau Janina Lewkowska und ihren Mitarbeitern für ihre aufopfernde und zuverlässige Arbeit, ohne die unsere Hilfe nicht möglich wäre.

Wenn auch der Ausblick nicht gerade hoffnungsvoll stimmt, so werden wir unsere Arbeit mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln bestmöglich weiterführen. Denn die Dankbarkeit der Menschen ist groß und ehrlich.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien, aber auch den Mitarbeitern des Samariter-Bundes Kiew ganz persönlich, aber auch im Namen meiner Vorstandskollegen, ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches Jahr 2020!


Elisabeth Hölzl
1. Vorsitzende

12. Sept. 2019: Kiewreise

Im September stand wieder der jährliche Arbeitsbesuch in Kiew an. Wichtige Themen konnten besprochen und erörtert werden. So z.B. Änderungen bei den Patenschaften, Besprechung über die Preisentwicklung und die Auswirkung auf die Zusammensetzung der monatlichen Lebensmittel-Pakete. Dabei stellte sich heraus, dass diese mit dem derzeitigen Preis kaum mehr sinnvoll bestückt werden können, weil die Preise für bestimmte Lebensmittel in letzter Zeit um rund 200% gestiegen sind. Über eine Lösung wird nachgedacht.

Die Vorsitzende besucht die bettlägrige Elena
Elena ist schon seit mehreren
Jahren bettlägrig
Aber es waren auch Besuche bei Familien, alten Menschen und im Waisenhaus Vorzel im Programm. Auch ein Besuch bei Elena Forostjanaja, der wir vor 22 Jahren die lebensrettende Operation in Murnau finanziert haben, war sehr emotional und hat der jetzt bettlägerigen Frau wieder neuen Mut gegeben.

Hinweistafel am Spielplatz
Der neue, von Sternstunden e.V. finanzierte behindertengerechte Spielplatz ist ein außerordentliches und vielbeachtetes Projekt. Er konnte für unseren abschließenden Bericht an Sternstunden besichtigt und die meist schwerstbehinderten Kinder der Sozialstation "Das besondere Kind" dabei beobachtet werden, wie sie sich mit Hilfe der Betreuer der Anlage erfreuen. Er ist von Sicherheitsbehörden abgenommen und als gut und sinnvoll durchdacht bewertet worden. Ein kurzer Film zeigt Betreuerinnen mit ihren Schützlingen beim großen Test.

Im Krankenhaus Nr.1 sind die ebenfalls von Sternstunden e.V. finanzierten Spielräume für die Kinder, sowie der Hygieneraum auf der nephrologischen Station fast fertig. Der Klinikleiter Dr. Koschara hat sich viele Male für diese großartige Unterstützung bedankt.
Besprechung der Vorsitzenden mit der Leitung des Waisenhauses Vorzel
Besprechung mit der
Waisenhausleitung Vorzel
Auch Rückmeldungen aus Vorzel rundeten die Erkenntnisse ab.

Die Schäden durch einen Wassereinbruch im Dach der Sozialstation konnten Dank einer großzügigen finanziellen Unterstützung der Itzel-Stiftung beseitigt werden, so dass der Betrieb wieder reibungslos weitergeführt werden kann.

Insgesamt war der Besuch erfolgreich und wichtig, viele Dinge, die telefonisch kaum möglich sind, konnten in persönlichen Gesprächen geklärt werden.
Von einem Besuch im Waisenhaus Lubny musste dieses Mal aus Zeitgründen abgesehen werden.

Einen großen Raum nahmen die Berichte über die politische und wirtschaftliche Situation und die Auswirkungen auf den Samariter-Bund Kiew und unsere Projekte ein.

Ein Highlight des Aufenthaltes aber war nach dem Besuch der Veranstaltung "Internationaler Tag der Ersten-Hilfe", an dem sich auch der SB Kiew präsentieren konnte, die Einladung der gesamten Belegschaft des Samariter-Bund anläßlich des 25-jährigen Bestehens unserer Kiew-Hilfe zu einem gemeinsamen Abendessen. Es war insofern eine wichtige Geste, weil hauptsächlich nur durch die hochengagierten Mitarbeiter eine so erfolgreiche und gute Arbeit vor Ort möglich ist und weil sie trotz geringen und oftmals ausbleibenden Gehältern den Betrieb am Laufen halten.

Trauer um Hermann Sienel

Nach kurzer und schwerer Krankheit ist unser Vorstandsmitglied Hermann Sienel in der Nacht vom 20. auf 21. August 2019 verstorben.

Nachdem der Stadtrat der LH München beschlossen hatte, seiner Partnerstadt Kiew soziale Hilfe zu leisten, war Hermann Sienel 1991 beim ersten Transport von Hilfsgütern nach Kiew beteiligt und hat seitdem eine persönliche Verbindung zu dortigen Mitarbeitern des Samariter-Bundes gepflegt.

Herr Sienel hat bereits im August 1997 eine Patenschaft in der Initiative "München hilft Kiew", damals noch beim ASB München angesiedelt, übernommen.

Als sich diese Initiative 2002 als Verein "Brücke nach Kiew e.V." selbständig machte, wurde er Gründungsmitglied und ist zugleich als einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. Ab 2005 arbeitete er im Finanzbereich des Vereins und war bei vielen internen und öffentlichen Aktionen ein wichtiger und engagierter Unterstützer.

Mit Hermann Sienel verliert der Verein ein tatkräftiges und engagiertes Mitglied. Wir werden ihm ein ehrendes und dankbares Andenken bewahren.
Seiner Frau und seinen Angehörigen wünschen wir viel Mut und Kraft in dieser schweren Zeit.

Elisabeth Hölzl
1. Vorsitzende

Dezember 2018: IN EIGENER SACHE

Es ist wieder einmal Zeit DANKE zu sagen

Aus unserer Sicht war 2018 für den Verein wieder ein erfolgreiches Jahr. Wir konnten dank Ihrer großzügigen Spenden auch dieses Jahr wieder umfangreiche Hilfe leisten. Bedingt durch die schwierige Situation der Binnenflüchtlinge in der Ukraine sind auch die Notfälle bei Kindern und alleinerziehenden Müttern drastisch angestiegen. Dank der großartigen Unterstützung von Sternstunden e.V. und der Itzel-Stiftung konnten im Waisenhaus "Hoffnung" in Lubny und beim Samariter-Bund Kiew schon 2017 großartige Projekte begonnen und auch fortgeführt werden. Es sind die Projekte "Ambulante palliative Pflege für Kinder", das Projekt "Trauma-Hilfe" für traumatisierte Kinder im Waisenhaus Lubny, aber auch die Beschaffung von medizinischen Geräten für das Kinderkrankenhaus Nr. 1 in Kiew.
eine alte, einsame ehemalige Zwangsarbeiterin aus unserem Projekt
Einsame ehemalige
Zwangsarbeiterin
Aber auch wir haben mit Ihren nicht zweckgebundenen Spenden unter dem Motto "Hilfe für soziale Notfälle" unseren Einsatz dahingehend erweitert, dass wir, soweit es die finanzielle Lage erlaubt, Menschen außerhalb unseres Patenprojekts helfen und ihnen Lebensmittel und Medikamente und sonstige dringende Hilfe zukommen lassen. Mit Sonderaktionen für die Sozialstation (Notunterkunft) und weiteren Beiträgen zu den beim Samariter-Bund laufenden Projekten konnten wir auch diese fördern.
Bei meinen Besuchen in Kiew konnte ich immer die große Dankbarkeit der Menschen erfahren, denen wir mit unserer Hilfe das Leben ein kleinwenig erleichtern. Diese Aktionen waren nur möglich, weil Sie uns alle uns treu geblieben sind und uns auch in diesem Jahr großzügig unterstützt haben. Vielen Dank dafür!

Mein Dank gilt auch denjenigen, die mich bei meiner Vereinsarbeit unterstützen: meinen Stellvertretern und den Ausschussmitgliedern, sowie allen, die zum Gelingen unserer Hilfsprojekte beigetragen haben.

Ganz besonders danke ich dem Samariter Bund Kiew, allen voran der Geschäftsführerin Janina Lewkowska und ihrem Team für ihre unermüdliche und vor allem zuverlässige Arbeit, die den Erfolg unserer Hilfe letztendlich sichert. Ein zuverlässiger Partner ist nämlich die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Arbeit!

 Vater mit seinen beiden kranken Söhnen  Die Vorsitzende mit einem Waisenkind
      Immer wieder schön und wichtig der Kontakt zu Kindern

Meine Vorstandskollegen und ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen für 2019 alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit.

Elisabeth Hölzl
1. Vorsitzende